Belästigungsvorwürfe gegen Comedian: Fünf Frauen beschuldigen Louis C.K.
Dem US-Comedian Louis C.K. wird sexuelle Belästigung vorgeworfen. Nach dem Bericht wurde die Premiere für C.K.s neuen Film abgesagt.
ap | Fünf Frauen werfen dem US-Comedian Louis C.K. sexuelle Belästigung vor. Unter anderem beschuldigen sie ihn, vor ihnen masturbiert zu haben oder ebendas von ihnen verlangt zu haben, wie die New York Times berichtet. Nach der Berichterstattung wurde die Premiere des neuen Films „I Love You, Daddy“ mit C.K. am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York abgesagt. Ein geplanter Auftritt in der Late-Night-Show von Stephen Colbert am Freitag wird ebenfalls entfallen.
Die Vorwürfe gegen C.K. sind die jüngsten in einer Serie von Anschuldigungen gegen prominente Hollywood-Persönlichkeiten. Sie begann mit einem Bericht über den Filmmogul Harvey Weinstein, der sich über Jahrzehnte hinweg übergriffig gegenüber Frauen verhalten haben soll. Auch Schauspieler Kevin Spacey ist von den Vorwürfen betroffen.
Ein Sprecher des Comedians reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Unterdessen kündigte der Kabelsender FX, der mehrere Sendungen von oder mit ihm ausstrahlt, eine Überprüfung der Zusammenarbeit an. Das Unternehmen sagte, es seien bisher keine Beschwerden über den Comedy-Star eingegangen. C.K. ist für seinen eher offenherzigen Humor bekannt, der oftmals Gespräche über Körperflüssigkeiten und Sex beinhaltet.
In den vergangenen acht Jahren produzierte das Netzwerk FX fünf Shows mit dem Komiker, darunter seine Sitcom „Louie“. Für diese wurde er mit einem Emmy geehrt. Die Television Academy, die jährlich den begehrten Fernsehpreis vergibt, erklärte am Donnerstag, alle Mitarbeiter in der TV-Branche verdienten, mit Würde, Respekt und frei von Belästigung behandelt zu werden.
Unterdessen erklärte eine frühere Drehbuchautorin gegenüber der Webseite „The Information“, bei der Arbeit für die Fernsehserie „Mad Men“ von Ideengeber Matthew Weiner belästigt worden zu sein. Spät abends im Büro habe er ihr gesagt, sie sei es ihm schuldig, sie nackt sehen zu dürfen. Bei der Aussage sei sie praktisch „eingefroren“ und habe versucht, sie zu ignorieren.
Als Reaktion auf die nicht anhaltenden Enthüllungen rund um männliche Hollywoodstars und ihre mutmaßlichen sexuellen Übergriffe hat der Verband Women in Film eine Hotline in Hollywood eingerichtet. Dort können mutmaßliche Opfer aus der Unterhaltungsbranche ab dem 1. Dezember anrufen, wenn sie über ihre Erfahrungen und mögliche rechtliche Folgen sprechen wollen.
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