■ Behörden schließen 200 Höfe: Wieder Dioxin in belgischen Schweineställen
Brüssel (AP) – In belgischen Schweinzuchten ist wieder das hochgiftige Dioxin aufgetaucht. Die Behörden hätten bereits am Donnerstag abend 200 Höfe geschlossen, berichtete der TV-Sender RTBF. Nach einem Bericht der Zeitung De Margin fanden Lebensmittelkontrolleure in einigen Zuchten das 50fache des erlaubten Dioxinwerts. Das Gesundheitsministerium in Brüssel verweigerte einen Kommentar.
Die belgische Landwirtschaft kämpft noch mit den Folgen des Futtermittelskandals, der im Mai bekanntgeworden war. Dioxinverseuchtes Futter war an Schweine und Hühner verfüttert worden, zahllose Produkte wurden aus dem Verkehr gezogen, belgische Waren in vielen Ländern verboten. Laut RTBF erwägt die Regierung, erneut landwirtschaftliche Produkte sicherzustellen, weil möglicherweise auch Betriebe von der Verseuchung betroffen seien, die man für sicher gehalten habe. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, vergiftetes Futter sei möglicherweise bis März verwendet worden, zwei Monate länger als bislang geglaubt.
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