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Bayerntheater: Zähes Ringen um Wurstverpackung

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Bayerntheater: Zähes Ringen um Wurstverpackung

Verbraucher im Staate Bayern dürfen sich beim Metzger Wurst und Fleisch wieder in mitgebrachte Dosen füllen lassen. Das haben die Grünen nach zähem Ringen im bayrischen Landtag durchgesetzt. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte nämlich das bayrische Innenministerium verboten, Dosen hinter die Theke zu reichen. Umweltbewußte Verbraucher durften ihre Gefäße allenfalls auf die Theke stellen.

Das Ministerium bemäkelte mangelhafte Hygiene der Kundengefäße, durch die Krankheitserreger und andere schädliche Mikroorganismen auf des Metzgers Arbeitsfläche geraten könnten. „Allein schon durch den Transport in Taschen, die erfahrungsgemäß in vielfältiger Weise genutzt werden“, seien sie „nicht so sauber, wie das von Gefäßen in einem sehr empfindlichen Lebensmittelbereich erwartet werden muß“. Der Minister bewertete das „Verkaufsgeschehen“ gar als „ekelerregend“.

Die Grünen reagierten prompt und sprachen den Ministerialen nicht nur Umweltbewußtsein, sondern auch die nötige Einkaufspraxis ab. Denn nur wer öfters einkaufe könne sich bildlich den akrobatischen Akt vorstellen, „wie die Verkäuferin die Wurst mit einer Gabel hoch auf die Theke zum Kundengefäß hebelt“, spottete Tessi Lödermann, abfallpolitische Sprecherin der Grünen. Den Hausfrauen und -männern sei sehr wohl zuzutrauen, daß sie ihr Geschirr sauber spülten. Eher müsse man das Bezahlen verbieten, denn „wo liegt Geld nicht überall rum“.

Die Zähigkeit der Grünen wurde belohnt: Nach monatelangen Debatten wurde das Verbot jetzt aufgehoben.

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