Basketball-Finale: Großes Herz für den Showdown
Das Finale zwischen den Basketballern des FC Bayern und Alba Berlin steht vor dem fünften, entscheidenden Spiel.
„Sie haben den Druck“, sagte US-Profi Luke Sikma von Alba Berlin mit gewisser Zufriedenheit. Sie, das ist das Basketballteam des FC Bayern, der vermeintlich eindeutige Favorit im diesjährigen BBL-Finale. Dann aber hat Außenseiter Alba die Bayern nicht nur über vier Partien im Wettbewerb gehalten, sondern auch noch in ein fünftes, ein entscheidendes Spiel gezwungen. Am Samstagabend gibt es beim Stand von 2:2 das Grand Finale in München um die Meisterschaft.
„Es kommt alles auf ein Spiel an, und genau das wollten wir“, so Sikma, MVP der Bundesliga-Hauptrunde. Hauptrundensieger FC Bayern hätte in der vierten Partie eigentlich schon alles klar machen können, aber vergab den Matchball gegen das junge, engagierte Alba-Team. „Letztlich hatten wir die Chance auf den Sieg, aber jetzt gibt es daheim ein weiteres Spiel. Und ich denke, dass wir dann die Meisterschaft holen“, sagte Münchens Trainer Dejan Radonjic.
Der deutsche Basketball erlebt eine hochklassige Best-of-Five-Serie mit einem – zumindest für Außenstehende – unterhaltsamen Anteil großer Dramen und Wendungen. Zunächst war Alba in München völlig unerwartet mit 1:0 in Führung gegangen. Dann hatten die Münchner den Herausforderer mit 2:1-Führung an den Abgrund gedrängt, bevor die Berliner im entscheidenden vierten Spiel erneut ausgleichen konnten. Die Münchner schielen aufs Double, die Berliner würden gern ihren erste Meistertitel seit 2008 holen.
In jüngsten Jahren hat sich auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß vermehrt öffentlich für die Basketballer ins Zeug gelegt. „Da ist noch längst nichts entschieden“, warnte Steuer-Uli vor dem vierten Spiel und behielt Recht. „Es ist natürlich eine kleine Enttäuschung da, aber wir halten alle unsere Köpfe hoch“, sagte Bayerns Flügelspieler Alex King. Am Samstag um 20.30 Uhr fällt die Entscheidung. Alba hat sich zuletzt unter dem spanischen Star-Coach Aito Reneses entscheidend verbessert. „Unsere Spieler hatten ein großes Herz“, lobte der nach der letzten Partie. Sie werden es noch einmal brauchen.
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