piwik no script img

„Bankrotterklärung“ der DDR-Grünen

Wut und Empörung bei der AL in West-Berlin hat der Beschluß der DDR-Grünen ausgelöst, den Unabhängigen Frauenverband (UFV) keinen Platz in der Volkskammer zu gewähren (die taz berichtete). Stinksauer zeigte sich gestern der Frauen- und Lesbenbereich der AL: „Politisch gesehen ist diese Entscheidung eine Bankrotterklärung der Grünen Partei in der DDR. Sie ist nicht nur bezeichnend für das reale Herrschaftsverhältnis zwischen den Geschlechtern, sondern widerspricht auch den im Wahlprogramm der Grünen formulierten Ansprüchen, wie beispielsweise die Repräsentanz von Frauen in Entscheidungsstellen von Politik und Gesellschaft zu stärken.“ Geradezu „zynisch“, heißt es in der Erklärung weiter, sei es, diesen Anspruch nun dadurch „einzulösen“, indem man den Kandidatinnen des UFV nun Mitarbeiterinnenstellen anbiete. Auch Frauensenatorin Anne Klein appellierte in diesem Sinne gestern noch einmal an die Grüne Partei in Ost-Berlin.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen