: „Bankrotterklärung“ der DDR-Grünen
Wut und Empörung bei der AL in West-Berlin hat der Beschluß der DDR-Grünen ausgelöst, den Unabhängigen Frauenverband (UFV) keinen Platz in der Volkskammer zu gewähren (die taz berichtete). Stinksauer zeigte sich gestern der Frauen- und Lesbenbereich der AL: „Politisch gesehen ist diese Entscheidung eine Bankrotterklärung der Grünen Partei in der DDR. Sie ist nicht nur bezeichnend für das reale Herrschaftsverhältnis zwischen den Geschlechtern, sondern widerspricht auch den im Wahlprogramm der Grünen formulierten Ansprüchen, wie beispielsweise die Repräsentanz von Frauen in Entscheidungsstellen von Politik und Gesellschaft zu stärken.“ Geradezu „zynisch“, heißt es in der Erklärung weiter, sei es, diesen Anspruch nun dadurch „einzulösen“, indem man den Kandidatinnen des UFV nun Mitarbeiterinnenstellen anbiete. Auch Frauensenatorin Anne Klein appellierte in diesem Sinne gestern noch einmal an die Grüne Partei in Ost-Berlin.
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