: Bangladesch von neuer Sturmflut bedroht
■ Seuchen und Hunger gefährden die Überlebenden in der Küstenregion/ Hilfe kommt nur schleppend
Dhaka/Neu Delhi (dpa) — Noch weiß niemand genau, wie viele Menschen durch die verheerende Überschwemmung in Bangladesch umgekommen sind, und schon gibt es Warnungen vor neuen Sturmfluten. Bis gestern wurden in der Hauptstadt Dhaka offiziell knapp 150.000 Tote gezählt. Hilfsorganisationen sprechen nach wie vor davon, daß möglicherweise eine halbe Million Menschen getötet wurden. Die Zahl der Obdachlosen wird in Dhaka mit zehn Millionen angegeben. Am Wochenende wurden erste Opfer von Cholera und Ruhr gemeldet. Die Seuchengefahr steigt. Denn viele der Verstorbenen können nicht verbrannt werden, weil es an Holz fehlt. Inzwischen sind etwa eine Million Menschen in dem Katastrophengebiet vom Hungertod bedroht. Ein großer Teil der Hubschrauber und Schiffe, die die Hungernden versorgen könnten, sind durch den Sturm zerstört worden. Die Nahrungsmittelvorräte reichen noch für höchstens 20 Tage. Doch die internationale Hilfe läuft nur schleppend an. SEITEN 8 UND 10
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