: Balkan fest in Schlepperhand
BERLIN taz ■ Der Balkan ist zum Zentrum des internationalen Menschenhandels in Europa geworden. Dies geht aus einer Gemeinschaftsstudie des UN-Kinderhilfswerks (Unicef), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und des UN-Kommissariats für Menschenrechte hervor, die gestern veröffentlicht wurde. Der Studie zufolge, die die Situation in neun Staaten untersucht, wurden neun von zehn Frauen, die auf dem Balkan als Prostituierte tätig sind, als „Ware“ an Zuhälter und Bordelle verkauft. Nach Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen wird der Großteil der rund 120.000 Frauen und Kinder, die jährlich aus Ost- und Südeuropa in die Staaten der EU verkauft werden, über den Balkan geschleust.
bericht SEITE 8
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen