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Bald wieder Walfang?

■ Norwegen und Japan preschen vor

Kioto (dpa/taz) – Mit einem neuen Vorstoß wollen die Norweger den Weg für eine begrenzte Wiederaufnahme des Walfangs ebnen. Auf der Jahreskonferenz der Internationalen Walfang- Kommission (IWC) brachten die norwegischen Delegierten gestern eine Resolution ein, nach der der von IWC-Experten erarbeitete Plan zur gleichzeitigen Erhaltung und Nutzung der Walbestände übernommen wird. Nach Ansicht von Konferenzteilnehmern kann Norwegen damit rechnen, die notwendige einfache Mehrheit der IWC-Mitglieder auf seine Seite zu bringen. Sollte die Kommission auf diese Weise das sogenannte „Revised Management Scheme“ (RMS) billigen, könnten die Walfangländer schon im kommenden Jahr konkrete Abschußquoten fordern. Das RMS ist eine Berechnungsgrundlage, nach der nicht nur der Walbestand festgelegt wird, sondern auch die Zahl von Tieren, die erlegt werden könnten, ohne die einzelnen Arten auszurotten. Norwegen und Japan setzen sich seit längerem für eine Aufhebung des Walfangverbots ein. Japans Wunsch, 50 Zwergwale vor der eigene Küste abschlachten zu dürfen, lehnte die Kommission gestern ab. Die japanische Walfanglobby setzte den IWC-Delegierten im Gegenzug traditionelle Wal- Sashimi vor, kleine Häppchen aus rohem Walfleisch.

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