: Bärbel Bohley dankt für Karl-Hofer-Preis
Die Ostberliner Malerin und Mitbegründerin des Neuen Forums erhielt gestern im Konzertsaal der HdK den mit 10.000 Mark dotierten Karl-Hofer-Preis 1989. Frau Bohley betonte in ihrer Dankesrede, sie wisse, daß es sich bei der Preisverleihung um eine „politische Entscheidung“ handele. Fast niemand kenne hier Arbeiten von ihr, und sie habe ihre Arbeit in den letzten Jahren zurückgestellt, „weil ich merkte, daß ich mich in der Gesellschaft einsetzen muß“. Die Preissumme will sie an Menschen in der DDR weitergeben, „die auch in der DDR oft zu kurz kommen“, wie zum Beispiel bestimmte Kunsthandwerker und engagierte Erzieher in Kindertagesstätten, denen didaktisches Spielzeug fehle.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen