: Baby auf Bestellung
Britische Behörde erlaubt erstes „Designer Baby“. Todkranker Bruder soll so gerettet werden
London epd ■ In Großbritannien darf erstmals ein Baby mit bestimmten ausgesuchten Erbmerkmalen auf die Welt kommen. Das Amt für Embryologie in London stimmte nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ einem entsprechenden Antrag eines Ehepaares zu. Die Erbanlagen des Babys sollen so selektiert werden, dass es später mit einer Knochenmarktransplantation das Leben seines kranken Bruders retten kann. Dieser leidet an der tödlichen Blutkrankheit Thalassaemie, bei der die Bildung des roten Blutfarbstoffs gestört ist.Von den drei lebenden Geschwistern der kranken Kindes kam keines als Knochenmarkspender in Frage. Die Eltern wollen jetzt im Reagenzglas gezeugte Embryonen auf die passenden Erbmerkmale untersuchen lassen. Nur der Embryo mit den passenden Eigenschaften soll in die Gebärmutter der Ehefrau eingesetzt werden. Die anderen sind „überzählig“ und werden vernichtet.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen