■ BUND für Standard-Bierkästen: Leerguttransporte vermindern
Bonn (AFP/taz) – Die Einführung von einheitlichen Bierkästen würde nach Einschätzung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) zu einer kräftigen Verkehrsentlastung führen. Dann „wären fast 40 Prozent aller Lkw- Fahrten mit leeren Bierkästen überflüssig, 47 Prozent des Diesels für Leergutfahrten könnten eingespart werden“, sagte gestern der BUND-Abfallexperte Olaf Bandt. Für Leerguttransporte seien 1992 im alten Bundesgebiet 52 Millionen Lkw-Kilometer gefahren worden. Der BUND hatte gemeinsam mit der Brauerei Alpirsbacher Klosterbräu solch einen Standardkasten namens „Unica“ entwickelt.
Mittlerweile hat sich ein Kastenpool mit mehreren mittelständischen Brauereien gegründet.
Was bei den Mineralbrunnen schon längst bestens funktioniert, wollen die großen Brauereien jedoch absolut nicht umsetzen.
Der Deutsche Brauer-Bund unterstellte dem BUND einen Denkfehler. Im Saarland werde zum Beispiel wesentlich mehr Bier abgefüllt als getrunken; das Leergut müsse also auf jeden Fall aus anderen Bundesländern zurücktransportiert werden.
Auch mit Blick auf die ausländische Konkurrenz möchte jeder an „seinem“ eigenen Kasten festhalten. Der sei „eindeutig verkaufsfördernd“.
Umverteilung gegen rechts
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