: BKA: Lockerbie- Ermittlungen gefährdet
Frankfurt (ap) - Das Bundeskriminalamt (BKA) sieht Zeugen der Flugzeugkatastrophe von Lockerbie durch Indiskretionen ausländischer Medien und Politiker gefährdet. Manfred Klink, leitender Kriminaldirektor in der BKA-Außenstelle Bonn -Meckenheim und als Gruppenleiter zuständig für den Staatsschutz, erklärte am Montag im Hessischen Rundfunk, durch vor kurzem veröffentlichte Informationen sei „eine Gefährdung von Zeugen und Hinweisgebern an Leib und Leben nicht auszuschließen“. Außerdem würden die Ermittlungen durch die Herausgabe von Details beeinträchtigt. Klink bezog sich mit seinen Warnungen auf Hinweise, nach denen eine Person Kleidungsstücke auf Malta gekauft hatte, die sich später in einem Koffer in der Unglücksmaschine wiederfanden. Die Ermittler gehen davon aus, daß sich die Person, die diesen Koffer aufgegeben hatte, zum Zeitpunkt der Katastrophe nicht mehr an Bord der Maschine befand, die mit einer Bombe ge sprengt wurde.
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