Autopsiebericht zu Tod von Freddie Gray

Verletzungen durch rohe Gewalt

Die lebensgefährlichen Verletzungen des 25-jährigen Freddie Gray kamen von einem abruptem Bremsmanöver der Polizei. Es war kein Unfall, heißt es.

Demonstranten in Baltimore

Nach dem Tod von Freddie Gray gab es Demonstrationen. Foto: ap

BALTIMORE ap | Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des Afroamerikaners Freddie Gray in Baltimore hat ein Gerichtsmediziner die Verletzungen des jungen Mannes analysiert. Die lebensgefährlichen Blessuren habe sich der 25-Jährige wahrscheinlich bei einem abrupten Bremsmanöver des Polizeitransporters zugezogen, heißt es in einem Autopsiebericht, wie die Zeitung The Baltimore Sun berichtete.

Dem Bericht zufolge kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei Grays Tod um einen Unfall handelte. Es sei vielmehr ein Tötungsdelikt, weil die zuständigen Polizisten nicht dem üblichen Sicherheitsprozedere gefolgt seien.

Ein Sprecher der Gerichtsmedizin des US-Staates Maryland verweigerte am Dienstag die Veröffentlichung des Obduktionsberichts. Staatsanwältin Marilyn Mosby kritisierte den Umstand, dass die Informationen an die Öffentlichkeit gelangt seien.

Die Polizei hatte Gray am 12. April festgenommen, eine Woche später starb er aufgrund von Verletzungen, die er sich bei der Fahrt in dem Transporter zugezogen hatte. Im Zuge von anderen Protesten gegen übermäßige Gewalt gegen junge Schwarze in den USA war es in Baltimore zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Plünderungen wegen seines Todes gekommen. Gut 500 Personen wurden in der Stadt festgenommen, mehr als 110 Polizisten wurden verletzt. Ein Geschworenengericht klagte die sechs beteiligten Polizisten an.

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