: Autonome bekennen sich zu Brandanschlag
■ „Autonome Zelle Dulcie September“ steckte vier Lastwagen in Brand / Protest gegen den Handel mit südafrikanischen Waren
Berlin (taz) - Eine „Autonome Zelle Dulcie September“ hat sich in einem Schreiben zu einem Anschlag auf das Unternehmen „Ratio“ in Osnabrück bekannt. In der Nacht vom 11. auf den 12. November waren dabei vier Lkw der Firma in Brand gesteckt worden. Nach den Angaben der Kriminalpolizei in Osnabrück beträgt der Sachschadenzwischen 500.000 und 750.000 Mark. Die Kripo ermittelt gegen Unbekannt. In dem Bekennerschreiben der Gruppe - benannt nach der im März 1988 in Paris auf offener Straße ermordeten ANC-Vertreterin Dulcie September - heißt es zu dem Motiv des Anschlages: „Wir protestieren damit gegen den andauernden Handel dieser Firma mit südafrikanischen Waren.“ Der „für das BRD-Kapital nebensächlich erscheinende Umfang dieses Handels“ gewänne, auf südafrikanische Verhälnisse übertragen, wesentlich an Bedeutung. Dem Apartheidstaat werde damit geholfen, die dringend benötigte Devisen zur Tilgung der Auslandsverschuldung zu beschaffen.
wg.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen