: Auto verleihen und Geld sparen
■ Das Wissenschaftszentrum Berlin hat zusammen mit Privatfirmen ein Unternehmen zur Entwicklung neuer Verkehrsformen gegründet
Auto heißt „selbst“. Das Forschungsprojekt Choice will einerseits dem Auto seinen „autarken Charakter“ nehmen. Doch zugleich gehen die Initiatoren davon aus, daß ganz ohne Auto kein attraktives Verkehrsangebot entwickelt werden kann. Fünf Jahre lang wollen sie in der Praxis Wege für eine neue Mobilität suchen.
Mit Choice betritt das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) Neuland. Zum ersten Mal in seiner Geschichte gründete das Institut im vergangenen Sommer zusammen mit privaten Firmen ein Tochterunternehmen. Gleichberechtigte Gesellschafter sind Audi, StattAuto, die deutsche Bahn AG und das WZB. Die Wissenschaftler gehen diesen Weg auch aus der bitteren Erkenntnis, daß ein erheblicher Teil ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren ohne Praxisrelevanz blieb. „Versuche zur Stimulanz von Verhaltensänderungen im Verkehr leiden oft an einer normativen Überladung der Ansprüche und vernachlässigen die Bedürfnisse nach eigensinniger verkehrlicher Praxis“, heißt es in der Hauspostille.
Erstes konkretes Produkt von Choice ist CashCar. Das geleaste Auto steht dem Kunden immer zur Verfügung, wenn er es will. Doch zugleich hat er die Möglichkeit, den Wagen bei Nichtgebrauch bei einer nahegelegenen Car-Sharing- Station abzugeben. Der dort mit dem Fahrzeug erwirtschaftete Umsatz wird dem Kunden gutgeschrieben und mit der monatlichen Leasingrate verrechnet. aje
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen