: Australien: Serienmörder gefaßt?
Sydney (AFP/AP/taz) – Im Zusammenhang mit den Morden an sieben Rucksacktouristen hat die australische Polizei bei einer Razzia am Sonntag morgen einen 49jährigen Lastwagenfahrer verhaftet. Zunächst war dem Mann nur bewaffneter Überfall zur Last gelegt worden. Die Polizei stellte bei der Durchsuchung seines Hauses ein Gewehr, ein ein Meter langes Hackmesser sowie Teile eines weiteren Gewehrs vom gleichen Kaliber wie die Mordwaffe sicher. Der bewaffnete Überfall, auf den sich der Haftbefehl stützt, ereignete sich am 25. Januar 1990. Damals versuchte der 49jährige eine 24jährige britische Anhalterin zu entführen, der jedoch die Flucht gelang. Nachbarn beschrieben den Verhafteten und seine Lebensgefährtin im Fernsehen als ruhige und freundliche Menschen, die zurückgezogen gelebt hätten. Nach der Razzia, bei der elf Häuser durchsucht worden waren, habe die Polizei den Lastwagenfahrer zu Boden gerungen und eine Waffe auf seinen Kopf gerichtet, hieß es.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen