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produkttestAusgestochen gut

Dass Vegetarier und Veganer bekannte Fleischgerichte imitieren, ist nicht neu: Es gibt die vegane Ente an Weihnachten, Tofurky an Thanksgiving, Soja-Bolognese und veganen Käsekuchen. Witze von Fleischessern darüber verbieten sich. Nicht nur, weil sie alle schon gemacht wurden, sondern auch, weil es ein bisschen erbärmlich ist, seine kulturelle Überlegenheit daraus ziehen zu wollen, tote Tiere zu essen.

Und dennoch irritieren die Ausstechformen für gegrilltes Gemüse (von www.donkey-products, 13 Euro). Mit ihnen lassen sich Zucchinistreifen, Auberginen oder auch Sojasteaks in der Silhouette einer Hähnchenkeule oder eines Knochens erzeugen. Das Problem ist nur, dass es grundsätzlich immer misslingt, Gemüse zu grillen, egal in welcher Form. Zucchinischeiben verbrennen und werden labbrig. Auberginen werden schwarz und bleiben trotzdem zäh.

Aber, Moment: Ist das nicht eigentlich das Ziel bei einem deutschen Grillabend mit Freunden, egal ob mit Wurst oder Wurstersatz? Irgendwas verkohlen, mit Sauce unkenntlich machen, dann viel zu heiß verschlingen und mit lauwarmen Bier runterspülen? Guten Appetit!

Kersten Augustin

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