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Ausbau der Universitäten steht still

■ Bayerischer Kultusminister grantelt bei Rektorenkonferenz

Berlin (taz) – Jetzt wackelt der Bildungsgipfel wieder, das Kanzlergespräch über die desolate Lage der Hochschulen. „Ernsthaft gefährdet“ sei er, wenn eine Finanzspritze für die Hochschulen aus dem Solidarpakt ausgeschlossen werde, sagte gestern der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Hans-Uwe Erichsen.

Die HRK forderte nach einer zweitägigen Sitzung im Bonner Wissenschaftszentrum Geld für den Hochschulbau. Im Moment stünden viele Bauten still, Sanierungsinvestitionen könnten nicht einmal in Sicherheitsbereichen und an den Universitätsklinika getätigt werden. „Hochschulbauverhinderungsgesetz“, grantelte der der bayerische Kultusminister Hans Zehetmair vor den Hochschulrektoren, weil der Bund 93 nur 1,68 Milliarden Mark zum Ausbau der Unis beisteuern will. Der Wissenschaftsrat hatte jüngst 2,3 Milliarden Mark jährlich als unabdingbar bezeichnet.

Die Hochschulrektoren nannten auf ihrem 169. Plenum den Stand der wissenschaftlichen Bibliotheken „alarmierend“. Es sei ein „Büchertourismus“ der Studierenden auf der Suche nach Lesestoff entstanden. Der Büchermangel an den Unis verzögere Studium ebenso wie die geplante Abschaffung der sogenannten Studienabschlußförderung. Sie verlängert abgelaufene Bafög-Zahlungen, wenn die Studierenden kurz vor dem Examen stehen.

Über die Reform des Studiums in einen grundständigen Teil und ein wissenschaftliches Aufbaustudium herrschte weitgehend Einigkeit. Allerdings drohte der Bayer Zehetmaier vor den Rektoren, nur den reformwilligen Universitäten „gezielt staatliche Mittel zuzuteilen“. cif

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