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Aus für Reformschule?

■ Britische Regierung sieht mangelnde Leistung bei antiautoritärem Projekt

London (AFP) – Der berühmten britischen Reformschule Summerhill bei Leiston droht unter der Regierung von New Labour die Schließung. Wie die Zeitung The Observer gestern berichtete, wies das Erziehungsministerium in einem Brief an die Schulleiterin Zoe Redhead, die Tochter des Summerhill-Gründers A.S. Neill, darauf hin, daß die Schüler nicht den „Mindestanforderungen“ in Englisch und Mathematik genügten.

Redhead entgegnete, das Summerhill-Konzept einer repressionsfreien Erziehung bedeute, daß jüngere Kinder an schönen Tagen nicht zum Unterricht kämen. „Wenn im Wald etwas Interessantes passiert, kommen wir dagegen nicht an.“ Die Ergebnisse bei den Prüfungen der älteren Schulkinder seien aber zufriedenstellend.

Sie erklärte sich zugleich bereit, die bisherige Regelung, auf Autorität und Zwang zu verzichten und den Kindern größtmögliche Freiheit zu gewähren, zu ändern, wenn Lehrkörper und Schülerschaft dies demokratisch beschließen sollten.

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