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Auch Japan im Gatt

■ Japanisches Unterhaus billigt die neue Welthandelsorganisation WTO

Tokio (dpa/rtr/taz) – Auch Japan tritt dem neuen Welthandelsabkommen bei. Gestern hat das japanische Unterhaus der Gründung der neuen Welthandelsorganisation WTO und dem Ergebnis der Uruguay-Handelsrunde zugestimmt. Wenn die zweite Kammer, das Haus der Räte, nicht binnen 30 Tagen ein Veto einlegt, gilt das Abkommen als ratifiziert. Mit diesem Veto allerdings rechnet niemand. Das Unterhaus stimmte ferner der nach der Uruguay-Runde notwendigen Änderung der japanischen Agrargesetze und Hilfen für die Landwirtschaft zu. Tokio hatte sich nach den achtjährigen Verhandlungen der Uruguay- Runde unter anderem verpflichtet, seinen bisher weitgehend abgeschotteten Reismarkt für Importe zu öffnen. 1999 sollen vier Prozent des heimischen Bedarfs an Reis eingeführt werden. Bis zum Jahre 2000 soll der Anteil auf acht Prozent steigen.

Gatt-Generaldirektor Peter Sutherland zeigte sich gestern in Genf hochzufrieden mit der Gatt- Ratifizierung in den beiden reichsten Industrieländern USA und Japan. „Wir können nun zuversichtlich sein, daß es mit der Welthandelsorganisation ohne Verzögerung weitergeht.“ Die neue Schlichtungseinrichtung WTO soll als Nachfolgeorganisation des Gatt am 1. Januar 1995 in Genf ihre Arbeit aufnehmen.

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