■ Atomwaffensperrvertrag: Den Teststopp ad acta gelegt
New York (taz) – Die US-Regierung hat das Ziel aufgegeben, in der UN-Abrüstungskonferenz bis Ende 1996 den vollständigen Stop von Atomwaffentests zu vereinbaren. Bei den Anfang Juli beginnenden Verhandlungen in Genf will sich die Clinton-Regierung lediglich für ein Abkommen über die Begrenzung der Stärke künftiger Tests auf maximal 200 Kilotonnen einsetzen. Die neue Haltung der USA soll offiziell jedoch nicht vor Abschluß der New Yorker Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (NPT) am Freitag bekannt werden. Denn die Bekanntgabe könnte die von den USA angestrebte Mehrheit für eine unbefristete Verlängerung des NPT gefährden. Das berichten Vertreter der US-Abrüstungs-und Rüstungskontrollbehörde (ACDA) sowie des US-Energieministeriums (USDOE). ACDA und USDOE hatten Clinton vergeblich gedrängt, am vollständigen Teststop festzuhalten. Der US- Präsident schloß sich jedoch der Haltung des Pentagon und des US- Außenministeriums an: Das Pentagon will zwecks Entwicklung neuer taktischer Atomwaffen auf absehbare Zeit Tests mit Stärken bis zu 200 Kilotonnen durchführen. Andreas Zumach
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