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Atomtransport manipuliert

■ Niedersachsens SPD-Chefin Bruns erhebt schwere Vorwürfe gegen Landesregierung / MOX-Elemente falsch deklariert

Die über Emden nach Schweden transportierten MOX-Brennstäbe aus dem Kernkraftwerk Kahl waren nicht für die Wiederaufarbeitung bestimmt. Damit hätten sie nach dem Atomgesetz nicht privat entsorgt werden dürfen, sondern müßten bei staatichen Stellen abgeliefert werden. Mit dieser Information „aus Behörden“ überraschte gestern die niedersächsischeSPD-Landesvorsitzende der SPD, Johann Bruns. Die Landes

regierung habe das Parlament falsch unterrichtet und die Stadt Emden „überfallen“, sagte er.

Nach Ansicht von Bruns ist die vermutete Falschdeklaration die Folge eines inzwischen eingetretenen „Atomnotstands“. Der Verzicht auf die Manipulationen wäre gleichbedeutend mit dem politischen Eingeständnis, daß das atomare Entsorgungskonzept in der Bundesrepublik zusammengebrochen sei.

dpa

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