: Atomkraftwerk Krümmel blockiert
Hamburg (taz) - Erstmals haben gestern AtomkraftgegnerInnen den Abtransport von 32 hochgefährlichen radioaktiven Brennelementen aus den AKW Krümmel (Schleswig-Holstein bei Hamburg) verhindert. Robin Wood, unterstützt von der unanbhängigen Wählergemeinschaft Geesthacht, den Grünen sowie den „Eltern für unbelastete Nahrung“ blockierte mit einem Doppeldeckerbus die Eisenbahnzufahrt zum AKW-Gelände. Nachdem die Polizei sich zurückgehalten hatte, erklärte der Geesthachter Bürgermeister Peter Walter (SPD) vor Ort überraschend, daß er mit dem schleswig-holsteinischen Sozialminister Günther Jansen vereinbart habe, auf eine gewaltsame Räumung zu verzichten. Nach Angaben von Walter wird in Kiel erwogen, die Brennelemente aus dem Transportbehälter zu entladen und zurück ins Zwischenlager des AKWs zu stellen.
Dirk Seifert
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen