: Atom-Konsens: Schröder lädt Grüne ein
■ Bundesvorstand fürchtet Kompromiß
Bonn/Berlin (taz) – Noch ist nichts entschieden, Parteigremien rangeln jedoch bereits um die Besetzung der Stühle. Die Bundesminister Töpfer (CDU) und Rexrodt (FDP), wollen in der nächsten Woche mit dem niedersächsischen Ministerpräsidentem Schröder und dem hessischen Umweltminister Fischer (Grüne) über die Zusammensetzung der künftigen Gesprächsrunden beraten, die über ein „geordnetes Auslaufen“ der deutschen Atomkraftwerke verhandeln werden. Neben Vertretern der Atomwirtschaft sollen auch Umweltverbände mitreden. Das Bundesvorstandsmitglied der Grünen, Ludger Volmer, warnte am Montag den Parteifreund Fischer schon mal vor Kompromissen: Verhandlungen über den Weiterbetrieb von Atomanlagen seien „nicht akzeptabel“. Volmer hat Anlaß zur Sorge: Beim Bundesvorstand liegt eine Einladung zur Teilnahme an den Konsensgesprächen – sie stammt vom Sozialdemokraten Schröder. Für Volmers Vorstandskollegin Undine von Plotznitz steht fest: „Wir nehmen teil.“ Die Grünen seien bereit, so von Plotznitz weiter, „nach einem erklärten und überschaubaren Ausstieg“ an Folgefragen wie der Entsorgung mitzuwirken. Sollte sich allerdings herausstellen, daß nur ein „Energiemix mit Atom“ herauskommt, „dann nehmen wir unseren Hut.“
Die Sozialdemokraten wollen am Wochenende bestimmen, wer sie neben Schröder am Konsenstisch vertreten soll. tib/nh
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