: Atom I: Tschernobyl-Helfer im Hungerstreik
Moskau (AFP) – Rund 200 russische „Liquidatoren“ des Katastrophenreaktors von Tschernobyl sind in einen Hungerstreik getreten. Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete, wollen sie damit gegen eine Reduzierung ihrer Entschädigungszahlungen protestieren. Die Hungerstreikenden gehören zu den Arbeitern, die im April 1986 auf das Gelände des Atommeilers von Tschernobyl in der Ukraine geschickt wurden, um erste Notmaßnahmen auszuführen. Viele Liquidatoren leiden seither an lebensgefährlichen Krankheiten. Am Freitag verübte ein ehemaliger Arbeiter im Büro des Staatsanwalts von Dmitrow Selbstmord, indem er eine Granate zündete.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen