: Atmen lebensgefährlich
■ Umweltbelastung in Nordböhmen
Prag (dpa) – Die Schadstoffbelastung der Luft im nordböhmischen Braunkohlebecken hat für die Menschen lebensbedrohende Ausmaße angenommen. Dies meldete die Prager Nachrichtenagentur CTK gestern unter Berufung auf den Chefarzt der Kinderklinik von Usti nad Labem (Aussig), Jaroslav Homola. Die kurz- und langfristige Verschmutzung hat nach Homolas Angaben nicht nur die Zahl der an akuten Atemwegserkrankungen leidenden Kinder stark erhöht, sondern schaffe zudem die „Grundlage für eine Generation von Krüppeln, denen nicht geholfen werden kann“. Einen traurigen Rekord erreichte der Schadstoffausstoß in der Nähe von Chomutov (Komotau). Hier wurden in der Nacht auf gestern 2.400 Mikrogramm Schwefeldioxid pro Kubikmeter Luft gemessen. Der erlaubte Grenzwert liegt bei 150 Mikrogramm. Auch in Prag wurde inzwischen wieder Smogalarm ausgelöst. Am Vortag waren mehr als 6.000 Kinder im Schul- und Vorschulalter aus Teplice (Teplitz) und Chomutov aufs Land geschickt worden.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen