Atemübungen zu erfolgreich: Peking verbietet weitere Meditationsgruppe
Peking (dpa) – Nach der Kultbewegung Falun Gong hat die chinesische Regierung eine weitere Meditationsgruppe, die traditionelle Atemübungen praktiziert, als illegalen Kult verboten. Etwa 100 Büros der Zhong Gong genannten Vereinigung seien geschlossen worden, berichtete gestern das Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie in Hongkong. Die Gruppe gibt an, in China mehr als zehn Millionen Anhänger zu haben.
Die Polizei habe den Hauptsitz in Peking durchsucht und unter anderem 50 Millionen Yuan (elf Millionen Mark) beschlagnahmt. 40 Trainingslager in 20 Provinzen oder Städten seien geschlossen worden, berichtete das Zentrum. Die Gruppe sei 1988 von dem 45-jährigen Zhang Hongbao gegründet worden.
Die kommunistische Führung habe Zhong Gong zunächst wegen ihrer Opposition gegen westliche Einflüsse unterstützt, betrachte eine derart große Organisation jetzt aber als Bedrohung, schrieb das Zentrum. Die Qigong-Atemübungen werden auch von der im Sommer verbotenen Falun Gong praktiziert.
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