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Arznei für Arme wird nicht billiger

GENF rtr ■ Am Widerstand der USA ist am Wochenende die Einigung der Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) gescheitert, ärmeren Ländern den Zugang zu verbilligten Medikamenten zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr hatten sich die WTO-Mitglieder bei einem Treffen in Doha in Katar darauf geeinigt, dass Pharmaunternehmen in Ländern, die stark von Infektionskrankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose betroffen sind, auch ohne Patent Nachahmerpräparate gegen diese Krankheiten herstellen dürfen. Ungeklärt blieb jedoch die Frage, wie Länder, die über keine eigene Pharmaindustrie verfügen, Zugang zu den Medikamenten erhalten sollen. Diese Länder drängen darauf, Arzneimittel günstig aus Ländern wie Indien, Thailand oder Brasilien beziehen zu dürfen.