Von der SED lernen heißt siegen lernen? Seit die Grünen in Sachsen- Anhalt gescheitert sind, kämpft die Partei in Ostdeutschland ums politische Überleben. Dabei ist nicht das Image wichtig, sondern Präsenz vor Ort ■ Von Dieter Rulff
Auch im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt bleibt Gerhard Schröder unverwechselbar Westdeutscher – doch weil viele Ostwähler hoffen, daß der Auto-Mann Arbeitsplätze schafft, nehmen sie ihm nicht mal seine 70-Mark-Zigarren übel ■ Von Markus Franz
■ Ursula Feist, Leiterin der Abteilung Wahlforschung beim Infas-Institut Hamburg, analysiert für die taz die Wählerstruktur der Sozialdemokraten in Ost und West/ Die schwierige Zukunft der SPD/ Der Osten wird noch lange nicht rot
Der SPD-Kanzlerkandidat „bemüht sich sehr“ (Wahlhelfer Klimmt) um Stimmen in Ost- und Westdeutschland Die Lokalpresse beschreibt den Jubel in übervollen Wahlveranstaltungen, überregionale Medien lieben die Kritik an Oskar ■ Von Tina Stadlmayer
„Und wenn das nicht, achtet Euch“/ Mit Goethe kostituierte sich das Landesparlament in Weimar/ „Überall Trümmer“ und die ersten Tumulte/ Ohne gründliche Vergangenheitsbewältigung keine Zukunft ■ Von Klaus-Peter Klingelschmitt
CSU kämpft im „Schicksalsjahr“ gegen Abstieg zur Provinzpartei/ Nach neuem Wahlgesetze kaum Chancen für DSU-Schwester/ Interner Flirt mit „Grenzübertritt“ der CSU/ Streibel als Animateur für lasche Basis ■ von Luitgard Koch
■ Verordnete Geschlossenheit auf CSU-Parteitag / Die rechte Stimmung wollte nicht aufkommen / Widerwillig doch gehorsam schweigen CSU-Delegierte zu unsicherem DSU-Kurs / Anträge für die „Heimatvertriebenen“ und gegen die Fristenlösung
Die Stimmung auf den Landesparteitagen von Sachsen, Thüringen und Brandenburg stand auf Einheit / In Berlin wurde die Vereinigung mit der West-SPD für den Herbst 1990 beschlossen / Eigene Kandidaten für den Parteivorsitz wurden nicht nominiert ■ Von Brigitte Fehrle
Die niedersächsische Regierung setzt in ihrem Landtagswahlkampf ganz auf die Wiedervereinigung / Siegesgewißheit bei den Christdemokraten ist gesunken / Albrecht verschweigt, daß er nach den Wahlen massiv den dicken Rotstift ansetzen will ■ Von Jürgen Voges
Die Konservativen in der DDR-Provinz sind anders als ihre Brüder im Westen / Wenn die Westler kommen: Gangster, Goldgräber und eine ungewisse Zukunft / Von den Hoffnungen des Mittelstands und den Ängsten der Arbeitslosigkeit ■ Aus Jena Klaus Hillenbrand
Wem soll künftig das Betriebsvermögen in der DDR gehören? / Treuhandanstalt muß nun alles „zum Wohle der Allgemeinheit“ verwalten / Privatisierungen und anderweitiger Verkauf geht aber nur aufgrund von Gesetzen / Vorläufig noch alle Vereinbarungen unter Vorbehalt ■ Von Ulli Kulke
Die Allianz für Deutschland ist Wahlkampfverein für den Bundeskanzler / Die Vorsitzenden von DSU und Demokratischem Aufbruch unter heftigem öffentlichem Beschuß ■ Von Brigitte Fehrle
■ Interview mit dem Vorsitzenden der Deutschen Sozialen Union, dem Leipziger Pfarrer Hans-Wilhelm Ebeling, zum Wahlkampf und den Aussichten des CSU-Ablegers bei der Volkskammerwahl am 18. März