CDU-Fraktionschef Manuel Hagel hat mit einem jahrzehntealten guten Brauch gebrochen: Bei wichtigen Themen in Plenardebatten des Landtags gehen die Vorsitzenden in die Bütt. Hagel hingegen hält sich raus. Das ist schlecht fürs Profil und für die Bekanntheit.
Die Stuttgarter CDU-Politikerin Susanne Wetterich, 69, streicht einen Teil ihrer Biographie: ihre kommunistische Vergangenheit. Wer sie namentlich erwähnt, dem droht eine Klage. Gegen Kontext ist die Landesvorsitzende der Frauen-Union am vergangenen Donnerstag vor Gericht gezogen.
Jean Peters hat die „Correctiv“-Recherche zum „Geheimplan gegen Deutschland“ geleitet, dem Treffen Rechtsextremer und Konservativer in Potsdam. Der Enthüllung folgten Massenproteste gegen die AfD – und Zweifel an der Geschichte. Über Gerichtsverfahren, die irritieren sollen, und einen „Zeit“-Artikel, der zum Kronzeuge wurde.
Über Geld reden Reiche angeblich nicht. Die Millionenerbin und -verschenkerin Marlene Engelhorn tut es jetzt sogar auf einer Bühne. Das Theaterstück „Geld ist Klasse“ von Lothar Kittstein und Volker Lösch will mit der Illusion aufräumen, dass riesige Vermögen durch eigene Leistung zustande kommen.
Hunderttausende Israelis demonstrierten am Samstag gegen die Regierung von Netanjahu. Dessen Konflikt mit dem Militär könnte ihm zum Verhängnis werden.
Beim Reichsbürgerprozess in Stuttgart-Stammheim sitzt auch Alexander Quade auf der Anklagebank. Bekannt ist er als QAnon-Anhänger aus der Corona-Zeit. Und als Vermarkter von OneCoin, einer erfundenen Krypto-Quatsch-Währung, die eine Frau aus dem Schwarzwald reich werden ließ.
Die Sorge muss groß sein bei Kretschmanns Grünen. Sie könnten etwas Missverständliches sagen beim Thema Migration. Und damit das nicht passiert, haben ihre Abgeordneten im Landtag eine Liste mit 50 Formulierungen bekommen, die ihnen beim Sprechen hilft. Absender ist die grüne Fraktionsspitze, der Betreff in der Mail lautet: „Eilt: Wording Migration / TV-Interviews“. Kontext veröffentlicht die Liste in Auszügen.
Für „Grünwähler“ endet die Traum-reise an der Türschwelle: In Hechingen präsentiert ein AfD-Stadtrat diffamierende Schaufensterplakate in seinem Reisebüro. Partner TUI ist darüber gar nicht glücklich.
Weil die Deutsche Bahn den Stuttgarter Tiefbahnhof Ende 2025 auf Biegen und Brechen volldigitalisiert ans Netz bringen will, werden zentrale S-Bahn-Strecken für Wochen gesperrt. S-21-Fans weinen Krokodilstränen, und die Grünen in der Landesregierung müssen sich unangenehme Fragen gefallen lassen.
Lange hat's gedauert. Acht Monate nach Erscheinen einer Studie über den Radikalenerlass in Baden-Württemberg hat sich Ministerpräsident Kretschmann in einem offenen Brief endlich dazu geäußert. Doch das Ergebnis irritiert.
Erst jetzt eingesehene Dokumente zur S-21-Schlichtung und zum ersten Untersuchungsausschuss zum „Schwarzen Donnerstag“ belegen, wie manipulativ die Regierung Mappus Ende 2010 vorgegangen war. Die grüngeführten Regierungen ab 2011 hätten für Aufklärung bei den massiven Täuschungen und Tricksereien sorgen können. Stattdessen führte ihre Blockade zur strafrechtlichen Verjährung.
Nach spektakulären Raubzügen in der Welt des Geldes und Totalversagen der deutschen Bankenaufsicht wird der Finanzminister zum Regierungschef. Seine rechte Hand, früher in Spitzenposition bei Goldman Sachs, betont die konsensuale Gesetzgebung mit der Lobby.
Missmanagement, Korruption, marode Gesundheitssysteme: In immer mehr Ländern des Globalen Südens wird die Versorgung von CoronapatientInnen mit medizinischem Sauerstoff knapp 3
Wie weit geht direkte Demokratie? Sind Volksentscheide auf Bundesebene sinnvoll? Darüber haben sich die scheidende Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Sarah Händel von Mehr Demokratie trefflich gestritten. Ein moderiertes Gipfelgespräch zum Abschied von Gisela Erler.
Zehn Jahre Kontext, zehn Jahre Winfried Kretschmann. Und ausgerechnet zum Doppeljubiläum koaliert der Grüne zum zweiten Mal mit den Schwarzen. Wenn der Drahtseilakt schiefgeht, steht viel mehr auf dem Spiel als künftige Wahlerfolge.
Ihre Chance, tatsächlich in den Landtag einzuziehen, liegt bei knapp über Null. Doch die Klimaliste Baden-Württemberg spielt eine größere Rolle als andere Splitterparteien. Denn sie will das Gewissen der Grünen sein.