Thomas Nuding ist Kapitän der „Sarah“, einem Schiff der zivilen Seenotrettung. Er lebte ein Heile-Welt-Leben im oberschwäbischen Meßkirch, bis der damalige CSU-Innenminister Horst Seehofer ihn zum Aktivisten werden ließ. Kommen genug Spenden zusammen, läuft sein schnelles Boot wieder aus.
Weil er mit einer deutschen Frau ein Kind hatte, wurde der polnische Zwangsarbeiter Wladyslaw Repetowski von der Gestapo im Schwarzwald ermordet. Die Täter blieben ungestraft. Lange gab es keinen Gedenkort für den Ermordeten, auch weil es seine Nachkommen so wollten. Das ändert sich nun.
Vor einem Monat herrschte Krieg:Zwölf Tage lang bombardierten Israel und die USA den Iran. Nun herrscht Ruhe – keine gute Nachricht, sagen drei Iraner:innen, die in der Rhein-Neckar-Region leben. Sie blicken mit ganz unterschiedlichen Sorgen und Hoffnungen auf ihr Heimatland.
Ein israelischer Luftangriff trifft das Al-Baqa-Café in Gaza-Stadt. Viele Zivilist:innen sterben, darunter Journalist:innen und Künstler:innen.
Vor sechs Monaten wurde die Diktatur von Baschar Al-Assad von islamistischen Kämpfern besiegt. Bei ethnischen Minderheiten in Nord-Syrien sind historische Wunden wieder aufgebrochen:Eine Armenierin und eine Kurdin aus der Region Stuttgart erzählen, wie sie die Lage vom Ausland aus betrachten und was sie von ihren Verwandten in Syrien erfahren.
Der kenianische Schriftsteller Ngugi wa Thiong’o ist tot. Er stand und schrieb für eine „Dekolonisierung des Denkens“ und legte sich mit Diktatoren an.
Ebbe Kögel ist polyglotter Dorf-Anarchist, passionierter Quälgeist und Bademeister mit Master-Abschluss. Vor 20 Jahre hat er den Verein Allmende Stetten mitgegründet, der Kultur und Politik ins schwäbische Remstal bringt.
Margot Friedländer hat das Ghetto Theresienstadt, Zwangsarbeit und Hunger überlebt. Bis zu ihrem Tod setzte sie sich unermüdlich für die Erinnerung ein.
Es dürfte ein herausragendes Monument für den Bauernkrieg werden. Fast zehn Meter hoch. Geschaffen hat es Peter Lenk. Das gefällt dem Lokalblatt gar nicht.Ihm erscheint der „Skandal-Bildhauer“ als berüchtigter Künstler. Der Oberbürgermeister ist begeistert.
Der in Bad Cannstatt geborene Willi Bleicher war eine der prägenden Figuren der deutschen Gewerkschaftsbewegung nach dem Krieg. In einem großen Dokumentenband präsentiert der Journalist und Bleicher-Biograf Hermann G. Abmayr nun ein Nachschlagewerk, das neue und unerwartete Einsichten bietet.