Willkommenskultur auf dem Land Fremdeln im Gemeinschaftshaus Zwei Jahre lang begleitete die Göttinger Werkgruppe2 ein deutsch-syrisches Liebespaar in der Provinz und bastelte daraus Dokutheater. Nun zieht „Im Dorf“ durch die Dörfer. Von Jens Fischer 5.10.2018
„Den Sprengstoff des Stückes finden“ Zum vierten Mal inszeniert sie in Osnabrück eine Oper. Regisseurin Yona Kim erklärt, was an Beethovens „Fidelio“ heute politisch ist und wie man ihn zeitgemäß auf die Bühne bringt Von Harff-Peter Schönherr Ausgabe vom 29.9.2018, Seite 58, kultur nord Download (PDF)
Berlins Grüne werden 40 Jahre alt „Nicht der Büttel des Kapitals“ Am 5. Oktober 1978 gründete sich die AL. Eine Bilanz mit Monika Herrmann und Stephan von Dassel über Symbolpolitik, Regeln – und wann man sie brechen muss. Interview von Antje Lang-Lendorff und Bert Schulz 29.9.2018
das ding, das kommt Paradies für schwitzende Kinder Von Robert Matthies Ausgabe vom 4.8.2018, Seite 58, kultur nord Download (PDF)
Interview mit Stephan von Dassel „Ironie kommt selten gut an“ Enfant terrible der Grünen: Stephan von Dassel macht mit markanten Statements von sich reden. Ein Gespräch über Tabus, Kritik und Selbstkritik und eine rote Ampel. Von Plutonia Plarre 5.8.2018
Born in the GDR: Talk mit Sandow-Sänger „Ich rate immer zur Stadtflucht“ Kai-Uwe Kohlschmidt ist Sänger der Band Sandow und Mitglied der Künstlergruppe Mangan25. Ein Gespräch über Berlin, Cottbus, die DDR – und die weite Welt. Von Gunnar Leue 29.7.2018
Theaterstück über das Exil von Wilhelm II. Des Kaisers kalte Füße „Das letzte Kleinod“ begibt sich im Theater-Zug auf die Spuren Wilhelms II. Der flüchtete 1918 vor der Novemberrevolution. Von Jens Fischer 8.7.2018
Kämpferin gegen Antisemitismus „Es geht um Abschreckung“ Die jüdische Berliner Anwältin Vladislava Zdesenko berät mit KollegInnen ehrenamtlich Familien und Kinder, die von antisemitischem Mobbing an Schulen betroffen sind. Interview von Katharina Meyer zu Eppendorf 2.6.2018
Arztsprechstunde für Geflüchtete „Bin es gewohnt, zu improvisieren“ Die Internistin Thea Jordan versorgt Geflüchtete ohne Papiere. Ein Gespräch über psychische Erkrankungen aufgrund fehlender Perspektiven – und Geduld. Interview von Susanne Memarnia 22.4.2018
Ostberliner Kultfrisör im Interview „Westberlin war langweilig“ Frank Schäfer war schwul und Punk, als es beides in Ostberlin noch nicht geben durfte. Jetzt ist seine Autobiografie erschienen. Interview von Gunnar Leue 23.3.2018
Schwules Anti-Gewalt-Projekt in Berlin „Ja, wie hält man das aus?“ Die Wahrscheinlichkeit, als schwuler Mann grob beleidigt oder angegriffen zu werden, ist extrem hoch, sagt Maneo-Leiter Bastian Finke. Sogar in Berlin. Interview von Andreas Hergeth 10.3.2018
Neue Studie zu Kriminalität Ausländer sind verdächtig Schleswig-Holstein hat die Herkunft von Tatverdächtigen untersuchen lassen, ist aber an der fehlenden Vergleichbarkeit gescheitert. Von Esther Geißlinger 8.3.2018
Barbara John über Migration „Die Integrationspolitik war töricht“ Sie war die erste Integrationsbeauftragte Berlins. In ihrer CDU wurde sie als „Türken-Bärbel“ belächelt, Flüchtlinge nannten sie „große Schwester“. Interview von Plutonia Plarre 19.1.2018
Ein Jahr Elbphilharmonie Kein Haus für alle Das erste Jahr von Hamburgs Elbphilharmonie war wie ein kleines Leben – mit Flüchtlings-Konzerten, beleidigten Dirigenten und kollabierenden Karten-Servern. Von Petra Schellen 7.1.2018
Interview mit Katarzyna Wielga-Skolimowska „Die Polen hier sind liberal und links“ Vor einem Jahr wurde sie als Leiterin des Polnischen Instituts gefeuert. Nun arbeitet Wielga-Skolimowska bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Von Uwe Rada 31.12.2017
„Mir ist es nicht so wichtig, eine Heimat zu haben“ Sein Urgroßvater war ein berühmter Kurdenführer, zwei Onkel entwickelten das kurdische Alphabet. Und auch der in Istanbul aufgewachsene Safter Çınar war nicht untätig. Seit den Sechzigerjahren engagiert er sich berlin- und deutschlandweit als Gewerkschafter und Gründer wichtiger MigratInnenorganisationen. Mit Erfolg, denn dass Einwanderer und Ausländer heute selbstverständlich zur deutschen Gesellschaft gehören, ist sicher auch sein Verdienst Von Alke Wierth Ausgabe vom 23.12.2017, Seite 46-47, das interview Download (PDF)
„Die Vergangenheit interessiert mich nicht“ Klezmermusik entdeckte Daniel Kahn erst im Alter von 20 Jahren – bei einem Livekonzert in New Orleans. Was der gebürtige US-Amerikaner mit jüdischen Wurzeln da in der Kneipe hörte, klang funky, traurig, lustig und irgendwie jiddisch zugleich. Eine Initialzündung. Denn heute singt Kahn mit seiner Band The Painted Bird selbst alte jiddische Lieder und eigene Stücke, die meist politisch sind. Unpolitische Musik, die gibt es nicht, sagt Kahn, alles sei Ausdruck einer Weltanschauung – auch die Schlager von Helene Fischer Von Thomas Winkler und Amélie Losier Ausgabe vom 9.12.2017, Seite 46-47, das interview Download (PDF)
Hotel Orania und die Aufwertung „Ich liebe den Widerspruch“ Gegen das Hotel Orania in Kreuzberg gibt es Proteste. Ein Gespräch mit dem Betreiber Dietmar Mueller-Elmau über Gentrifizierung – und die Freiheit der anderen. Interview von Antje Lang-Lendorff 23.11.2017
Die vierte Stufe gezündet Wo andere Theater von Flucht und Migration erzählen, lässt das Göttinger „Boat People Projekt“ Betroffene mitarbeiten, und das seit 2009. Jetzt reflektiert es diese Arbeit wiederum in dem Stück „Die Probe“ – eine Abrechnung mit dem Stadttheaterfeudalismus Von Jens Fischer Ausgabe vom 11.11.2017, Seite 58, kultur nord Download (PDF)