Ein schönes, kleines Leben führen: In seinem neuen Film „Wolken ziehen vorüber“ läßt Aki Kaurismäki alle Arbeitssuchenden im Restaurant „Arbeit“ finden. Und das mitten in Finnland. Märchenhaft, aber wahr ■ Von Anke Westphal
Damit's ein Wunschkind wird, nutzen immer mehr Frauen die Möglichkeiten pränataler Diagnostik. Föten mit Gendefekten werden abgetrieben, Behinderte werden solchermaßen zu vermeidbaren Schadensfällen ■ Von Klaus-Peter Görlitzer
■ Großverleger versuchen die Gewerkschaften bei „Detroit Free Press“ und „Detroit News“ in die Knie zu zwingen. Die Auflage ist schon um ein Viertel gesackt
Aus der Altstadt auf den Acker: Leipzigs Neue Messe vor den Toren der Stadt setzt auf die Verheißung einer pompös modernistischen Architektur und verzichtet auf ihren wichtigsten Standortvorteil – Leipziger Urbanität ■ Von Wolfgang Kil
Ein Phönix in der einen Sprache ist in der anderen nur ein Hofhuhn. Was heißt das für Übersetzungen? Sind sie auch eine Form von Zensur? ■ Von Alberto Manguel
Jacques Chirac wird in Turin zusammen mit Kohl wieder „Motor“ der EU spielen. Seine Themen: Neuer Sozialpakt und die Währungsunion ■ Aus Paris Dorothea Hahn
■ Im Kino ist Jodie Foster zu Tränen gerührt, im Leben hat sie eher eine dicke Haut. Daß sie keine "unschuldigen" Erfahrungen macht, beklagt sie trotzdem im Interview
Einmal Unabhängigkeit und zurück: Präsident Lukaschenka will zurück zu Rußland. Belarus tut sich schwer mit seiner nationalen Identität. „Wüßten wir nur so gut über Belarus Bescheid, wie die Leute in Papua-Neuguinea!“ ■ Von Vera Rich
Paul Austers neuer Roman „Mr. Vertigo“ erzählt die Lebensgeschichte eines Wunderkinds und wie man lernt, ohne Wunderkräfte weiterzuleben ■ Von Jörg Lau
■ William Blake als gesetzloser Kleinstadt-Billy und ein Indianer namens Nobody: Jim Jarmusch über die Neue Welt als mystisches Buch in seinem Western „Dead Man“
Was hat Michel Foucault in den Schwulenbars von San Francisco gelernt? James Millers indiskrete Biographie liest das Werk des Philosophen im Lichte seines Sadomasochismus neu ■ Von Dieter Thomä
Der Osten stirbt in Gestalt einer jungen, verlockenden Frau, und über allem wallt der mythische Atem der Geschichte: Theo Angelopoulos beklagt in seiner Balkan-Elegie „Der Blick des Odysseus“ den Verlust der Unschuld ■ Von Christiane Peitz