Mit dem „Walk for Freedom“ soll auf Menschenhandel und Zwangsprostitution aufmerksam gemacht werden. Für den 18. Oktober rufen unter anderem in Stuttgart und Ludwigsburg verschiedene Gruppen zu einem Schweigemarsch auf. Dass hinter der Aktion Evangelikale stecken, ist nur wenigen bewusst.
Baden-Württemberg sucht nach europäischen Partnern, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt, „die unsere Werte teilen“. Konkret in der Wehr- und Sicherheitstechnik. Bei der letzten Auslandsreise des grünen MP verschwimmen die Grenzen zwischen Krieg und Frieden.
Der gebürtige Syrer Faris H. lebt seit über zehn Jahren in Deutschland. Hier will er bleiben, sein Ziel ist die deutsche Staatsbürgerschaft und ein sicherer Arbeitsplatz. Dafür muss er sich durch die Behördenbürokratie kämpfen.
In Ulm, der Stadt der Rüstungsindustrie, laufen gerade die Friedenswochen. Der Einbruch in die dort ansässige israelische Rüstungsfirma Elbit gehörte nicht zum Programm, sorgt aber für Schlagzeilen. Es ist sogar von Terror die Rede.
Die Stuttgarter CDU will Asylbewerber:innen zur gemeinnützigen Arbeit für 80 Cent pro Stunde verpflichten. Freiwilligkeit habe bisher nicht funktioniert, argumentiert sie. Diejenigen, die solche Arbeitsplätze anbieten, zeichnen ein völlig anderes Bild.
Bei einer geheimen Wahl im baden-württembergischen Landtag hat der SPD-Abgeordnete Daniel Born hinter den Namen eines AfDlers ein Hakenkreuz gemalt. Die Empörungswelle überschlägt sich, Borns politische Karriere scheint beendet. Ein Gespräch über einen Aussetzer und über Hysterie.
Wer kein Asyl hat in Deutschland, darf laut Beschluss der neuen Bundesregierung für zwei Jahre keine Angehörigen nachholen. Ausgenommen sind Härtefälle – davon gibt es in Baden-Württemberg einige mit sehr speziellem, weil jesidischem Hintergrund. Die Grünen sind aufnahmebereit, die CDU verrät ihre eigenen Grundsätze und bricht den Koalitionsvertrag.
Ein Stuttgarter Start-up will Erdgas in der chemischen Industrie überflüssig machen. Die erforderlichen Zutaten: Plastikmüll, CO2 – und noch ein bisschen Risikokapital.
Nun also Bosch in Leinfelden. Das Werk, in dem seit 70 Jahren Elektrowerkzeuge gebaut werden, soll bis Ende 2026 weg, sagt der Vorstand. Er will in Ungarn produzieren. Auch die Werkzeug-Fertigung im sächsischen Sebnitz will Bosch schließen. 500 Frauen und Männer verlieren ihre Arbeit. Dabei nagt der Konzern nicht gerade am Hungertuch.
Johann Kreiter sitzt im Rollstuhl. Selbstbestimmt leben will und kann er dennoch, von der Welt hat er mehr gesehen als viele andere. Seit einigen Monaten ärgert sich der Stuttgarter: Seine neue SWSG-Wohnung ist nicht gänzlich barrierefrei. Einziehen musste er trotzdem.
Die Beilage zum Tag der Pressefreiheit 2025 beleuchtet Angriffe auf Medien in den USA, Gaza, durch Slapp-Klagen und gegen Exiljournalist*innen. Das Editorial.
Jean Peters hat die „Correctiv“-Recherche zum „Geheimplan gegen Deutschland“ geleitet, dem Treffen Rechtsextremer und Konservativer in Potsdam. Der Enthüllung folgten Massenproteste gegen die AfD – und Zweifel an der Geschichte. Über Gerichtsverfahren, die irritieren sollen, und einen „Zeit“-Artikel, der zum Kronzeuge wurde.