Nach zähen und zermürbenden Satzungsdebatten wurde am Wochenende das Bündnis 90 aus der Taufe gehoben/ Beifall für MdB Schulz: „Bündnis ist kein Nostalgieverein“/ Westgrüne über Selbstbewußtsein des Ostpartners arg verunsichert ■ Aus Potsdam Mathias Geis
■ Christiane Ziller, bislang Sprecherin von Demokratie Jetzt, wird voraussichtlich dem neuen SprecherInnenrat von Bündnis 90 angehören/ Sie plädiert für eine behutsame Debatte mit den Grünen als „natürlichem Bündnispartner“
Die neuen Grünen präsentieren sich in Köln: diszipliniert, ruhig und einig/ Weil die Fundis mit den Wasserpistolen fehlen, ist die Stimmung trocken/ Ohne Debatten und ohne Diskussionen bricht die Partei in eine neue Zeit auf ■ Aus Köln Gerd Nowakowski
■ Fundis beschließen den Austritt aus der grünen Partei/ Ditfurth sieht keinen Unterschied mehr zwischen rot-grün und der CDU/ Beistand erhofft man sich von der ökologischen Linken der PDS und allem, was zwischen SPD und Grünen abbröckelt
■ Gerd Billen, vormals Spitzenkandidat der NRW-Grünen zur Bundestagswahl 1990 und Stadtrat in Bonn, verläßt die Partei/ Als Vorsitzender der Verbraucherinitiative Bonn gehört er zu den „praktizierenden“ Ökologen
Auf ihrem Parteitag in Neumünster steht den Grünen nicht nur die Debatte um die eigenen Strukturen ins Haus, sondern auch der innerparteiliche Ost-West-Konflikt/ Beidseitige Vorbehalte und Ressentiments/ Als Lösung die Ost-Quote? ■ Von Matthias Geis
Der Parteitag zieht sich zur Selbstreform nach Neumünster zurück/ Alle Strömungen beschwören das Überleben der Partei/ Strukturreform als zentraler Programmpunkt/ Durchmarsch der Realos und Aufbruch-Gruppe erwartet ■ Aus Bonn Ferdos Forudastan
Feministische Positionen haben bei den Grünen gewaltig an Gewicht verloren/ Unabhängiger „Frauen-Ratschlag“ soll für frischen Wind sorgen/ Mehr Augenmerk auf Frauen in neuen Bundesländern und auf Bewertung von Arbeit gefordert ■ Aus Bonn Susanne Grüter
Mitglieder verschiedener Organisationen von den Grünen bis zur PDS diskutierten in Berlin über ihre Perspektiven nach der Wahlniederlage vom 2. Dezember/ Grabenkriege sollen überwunden werden/ Eine „Oppositonskonferenz“ wird anvisiert ■ Aus Berlin Beate Seel
Kohl sonnt sich im Erfolg der CDU-Ost / Zur Sicherheit empfiehlt er eine große Koalition mit der SPD / In der SPD-Baracke redet man darüber bisher sibyllinisch Ansonsten ist eine Niederlage eben eine Niederlage / Die Bundesgrünen sind sich nur einig, daß es eine „Angstwahl“ war: drei Sprecher - drei Stellungnahmen ■ Von unseren Korrespondenten
Joschka Fischer fordert, die Grünen müßten die Partei der europäischen Einigung und Abrüstung werden / Ohne Abschied vom „längst überholten Rotationsbeschluß“ und ohne profilierte Köpfe sei keine Erneuerung der Partei möglich ■ I N T E R V I E W