Eine Million Euro müssen die Bands aus dem Orwo-Haus auftreiben, um dessen Kauf zu finanzieren. Einige Musiker entwickelten sich so zu Experten für Finanzbuchhaltung, Vereinsrecht und Werbung
Eine Genossenschaft aus Bewohnern rettete vor eineinhalb Jahren das Studentendorf Schlachtensee vor dem Abriss. Langsam zieht in die Wohnanlage, die fast leer stand, wieder Leben ein: Die Hälfte der Zimmer ist vermietet. Ein Besuch
Verwalter der Yorckstraße 59 kündigt Räumung des Wohnkollektivs „in diesen Tagen“ an. Bewohner setzten derweil auf juristische Feinheiten und politische Verhandlungen
Die Wagenburg „Schwarzer Kanal“ am Spreeufer östlich der Jannowitzbrücke soll weg. Mietern der neu gebauten Büros und Lofts sei der Anblick einer Hand voll Bauwagen, die zum Wohnen und nicht zum Bauen genutzt werden, nicht zuzumuten
Wohnungsleerstand bedeutet nicht die Aufgabe von Wohnungspolitik, meint Hartmann Vetter, der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Weil der Senat sich dieser Einsicht verweigert, hat sich Berlins oberster Mieterlobbyist nun mit den Gegnern von einst, den Hauseigentümern, zusammengetan
Ist das Künstlerhaus Friedrichstraße in Spekulantenhand? Nach der Kündigung der Ateliernutzer durch den Eigentümer und dessen Räumungsdrohung fragen sich diese: Warum erlaubt ein Gericht die Umwandlung des Wohnraums in Gewerbe, hat Besitzer Brinkmann beim mysteriösen Kauf getrickst?
Die Leute, die im Kreuzberger Wohnprojekt für Menschen mit Aids leben, haben keine großen Ziele, keine größeren Pläne mehr. Für Petra oder Frank geht es darum, wieder nach der Welt zu greifen
Drei Berliner Hausgemeinschaften versuchen mit dem Freiburger Mietshäuser Syndikat ihr Haus zu kaufen. Bei diesem Modell bekommt der Hausverein die Rechte eines Eigentümers, die Bewohner bleiben dennoch Mieter. Durch das Syndikat wird die Immobilie zudem auf Dauer dem Markt entzogen
Jochen Schmidt, Elke Manz und Stefan Rost arbeiten in der Koordinationsgruppe des Freiburger Mietshäuser Syndikats. Sie wollen das Eigentum an Häusern neutralisieren
Wohnkultur für Führungskräfte: Wer das Überleben zwischen Corbusier-Sofas und Eileen-Gray-Glastischen proben will, kann sich an ein Boarding House wenden. Zur Dekadenz laden die Luxusapartments nicht ein, eher zum Arbeiten bis in die Nacht
Der Irakkrieg und die Folgen: Die Pace-Fahne ist okay, die Israel-Flagge hingegen ist „judenfreundliche Ideologie“, findet eine Hausverwaltung. Ein Mieter in Prenzlauer Berg muss ausziehen, weil er seine Solidaritätsgefühle am Mietbalkon deklariert. Der ist aber kein Ort freier Meinungsäußerung