Große Not, kleiner Mann! Karussell fahren und mit den Hüften wackeln: Herzlich und texttreu, mit viel Musik und wenig mehr inszeniert der Filmregisseur Andreas Dresen „Kasimir und Karoline“ am Deutschen Theater in Berlin Von HANNAH PILARCZYK Ausgabe vom 30.5.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Leben in der Warteschleife Schon wieder gescheiterte Idealisten: Zu viel Tschechow stellt die Lust am Schauspiel auf eine harte Probe. So glich das Theatertreffen 2006 in Berlin mehr der Bestandsaufnahme eines bemühten Jahrgangs, der am gesellschaftlichen Stillstand wie auf einem zähen Knochen kaut, denn einem Fest Von KATRIN BETTINA MÜLLER Ausgabe vom 22.5.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Man braucht sich ja gegenseitig Mythos im Doppelpack: Wenn Westernhelden auf die RAF treffen, erfährt man dann Neues über die Genese der Gewalt? David Lindemanns in Stuttgart uraufgeführtes Stück „… Billy the Kid wird am Schluss erschossen“ sucht im Crossover Erhellung Von CLAUDIA GASS Ausgabe vom 16.5.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Essen, streicheln, lecken Haptisches Oraltheater: Beim zweiten Festival „Radikal jung“ im Münchner Volkstheater setzten vor allem junge Regisseurinnen mit ihren Arbeiten auf ebenso lust- wie körperbetonte Inszenierungen Von SABINE LEUCHT Ausgabe vom 2.5.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Energien verpulvern Zwei Premieren in Hamburg: Andreas Kriegenburg inszeniert Sartres „Die schmutzigen Hände“, Jürgen Gosch Maxim Gorkis „Unten (Nachtasyl)“ Von SIMONE KAEMPF Ausgabe vom 25.4.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Damenopfer Bring sie zur Strecke: Die Passion der Frauen als letzte Rettung wird wieder mit viel Kunstfertigkeit zelebriert in den neuen Stücken von Botho Strauss Von DOROTHEA MARCUS Ausgabe vom 20.4.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Der metaphysische Punk Europa ist erschöpft, zumindest auf dem Theater. Unter dem Motto „Warten auf die Barbaren?“ richtete das U.T.E.-Festival im Düsseldorfer Schauspielhaus den Blick zwei Wochen lang nach Osten Von REGINE MÜLLER Ausgabe vom 18.4.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Kümmere dich um dein Herz „Blaiberg und sweetheart 19“, das jüngste Projekt des Regiekollektivs Rimini Protokoll, hatte am Freitag am Zürcher Schiffbau seine Uraufführung. Clever und dramaturgisch überaus einleuchtend verbindet es das Thema der Herztransplantation mit dem der Partnervermittlung im Internet Von RENÉ ZIPPERLEN Ausgabe vom 3.4.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Verurteilt zum Schiffbruch Jeder Mensch ist eine Insel, an deren Strand die Wahrheit baden geht. „Robinson Cruso, die Frau und der Neger“: Johan Simons kluge Inszenierung nach J. M. Coetzees Robinsonade „Foe“ versinkt fast im zeichentheoretischen Sumpf Von SABINE LEUCHT Ausgabe vom 6.3.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Aspekte bayerischer Leitkultur „Servus Kabul“ – Franz Xaver Kroetz lässt als Theaterregisseur am Bayerischen Staatsschauspiel den Islam und Niederbayern lustig ineinander krachen. Doch musste er angesichts des Karikaturenstreits das Stück wirklich derart entschärfen? Von SABINE LEUCHT Ausgabe vom 21.2.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Kleine weiße Lügen Zu einer guten Komödie gehört Begeisterung für den Wahnsinn. Der fehlt Ben Youngers „Couchgeflüster“, in dem Meryl Streep die Therapeutin und potenzielle Schwiegermutter Uma Thurmans spielt. Trotzdem ist es immer wieder schön, zu sehen, wie Schwindeleien den Weg zur Wahrheit verstellen Von BARBARA SCHWEIZERHOF Ausgabe vom 19.1.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Der Schmerz im Tränenheim Anja Hilling ist die Nachwuchsautorin des Jahres. Ihr Stück „Monsun“ wurde gerade an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt – oder besser: vom Regisseur Roger Vontobel verspielt. Ein bisschen mehr Zuneigung hätte den Figuren schon gut getan. Streng zu ihnen ist die Autorin schließlich selber Von SABINE LEUCHT Ausgabe vom 17.1.2006, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Auf Wunder hoffen Sie tauchen wieder auf: die Wasserfrauen, die an den Menschen zugrunde gehen. In Ludwigshafen glänzt Laetitia Casta als „Ondine“, und Eleonore Marguerre leidet als „Melusine“ in Weimar Von MATTHIAS CHRISTIAN MÜLLER Ausgabe vom 13.12.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Pornos quietschen Das ist doch alles Entfremdung, da ist doch kein Gefühl mehr drin! Der neue Antineoliberalismustheaterabend von René Pollesch im Berliner Prater Von ESTHER SLEVOGT Ausgabe vom 12.12.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Begehrtes Zerrbild Was macht Richard III. so attraktiv für junge Regisseure? Langeweile und Medienkritik werden zur Folie seines Auftritts in Hamburg und Hannover Von TILL BRIEGLEB Ausgabe vom 30.11.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Silben wie dunkle Säcke „Sehen Sie mir zu, wie ich verschwinde“: Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert gastiert bei den Berliner Festspielen – in Sarah Kanes Stück „4.48 Psychose“, das Claude Régy inszeniert hat Von KATRIN BETTINA MÜLLER Ausgabe vom 25.11.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Tausche Efeu gegen Bombe Die eisige Lust an der Gewalt und der grausame Tod eines Vernunftmenschen: An den Münchner Kammerspielen inszeniert Jossi Wieler Euripides’ „Bakchen“ filigran und erschreckend fatalistisch Von SABINE LEUCHT Ausgabe vom 22.11.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Die Löcher unter dem Fußboden Mitten aus einem Erdbebengebiet: In „Gezeiten“ versucht Sasha Waltz an der Berliner Schaubühne unser Mitgefühl zu agitieren. Doch das Thema der Katastrophe wird ihr zur Falle – über weite Strecken verliert sich das Stück genau in den aufgeregten Bildern, hinter die es eigentlich vordringen wollte Von KATRIN BETTINA MÜLLER Ausgabe vom 21.11.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Freude an Kaputt Alles fliegt aus dem Fenster: Die Möbel, die Menschen, die Liebe, die Höflichkeit, irgendwie auch das Drama und die Regie. Andrej Zholdaks inszeniert „Medea in der Stadt“ an der Berliner Volksbühne Von KATRIN BETTINA MÜLLER Ausgabe vom 18.11.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)
Saftiger Fleischberg Das nach Berlin eingeladene Festival „Politik im Freien Theater“ hat dort seine Stärken, wo sich die Wirklichkeit zum Modell verdichtet – der direkte Weg zum Diskurs wird dagegen dekorativ verpeilt Von JAN-HENDRIK WULF Ausgabe vom 17.11.2005, Seite 16, Kultur Download (PDF)