Wir, die U24-Leser*innen, haben zum 40. Geburtstag der taz die Redaktion besetzt, um den älteren Generationen unsere Sicht auf die Welt deutlich zu machen
Sie schämen sich, wollen niemandem zur Last fallen, begegnen ihrer Geldnot mit Stricken, Tauschen und Einkochen: alleinstehende Rentnerinnen, die arm sind. Warum Mittellosigkeit zu einem Massenphänomen wird, wenn in der Rentenpolitik nicht endlich umgedacht wird3
Bis zu 447 Euro mehr im Monat: SPD-Minister Heil will eine neue Grundrente für alle, die lange gearbeitet haben. Das würde vor allem Frauen helfen. Was der Plan kostet und warum die Union dagegen ist3
Disziplin Wenn nach vielen Jahren Arbeit wenig Rente übrig bleibt, wie lebt man dann? Und wie gibt man nicht auf? Zwei Frauen über die Freiheit, selbst wählen zu können, über Hobbys, die nichts kosten – und über das Gefühl, wenig zu haben SEITE 20–22
Kapitalfehler Versicherungskonzerne steigen aus der klassischen privaten Rentenversicherung aus, weil sie sich wegen der Niedrigzinsen nicht mehr lohnt. Damit steht das gesamte System auf der Kippe ▶SEITE 2
ARBEITSLEBEN Wie sieht der Ruhestand in Zukunft aus? In manchen Jobs sind Arbeitnehmer schon mit 50 Jahren erschöpft. Andere würden gern bis 80 weitermachen. Was Gewerkschaften und Experten vorschlagen ➤ SEITE 3
SYSTEMWECHSEL Nach dem Vorstoß von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen für eine Zuschussrente streiten alle über das beste Rezept, um Altersarmut zu bekämpfen. Klar ist: Mit der beitragsfinanzierten Rente geht es zu Ende ➤ Seite 2, 14
Arbeitsministerin von der Leyen wirbt für ihre Zuschussrente. Dabei ist die schlechte Alterssicherung gewollt – und nützt vor allem den Versicherungen.
Die Ungerechtigkeit in Deutschland ist überall: Im Bildungssystem, in der Vermögens- und Rentenverteilung. Glaubwürdige Umverteilungspolitik muss dort ansetzen.