■ Die schwedische Akademie verleiht dem Autor die höchste Auszeichnung für Literatur. Seit der „Blechtrommel“ zählte Grass zum engsten Kreis der Anwärter. Selbst Kritikerpapst Reich-Ranicki jubelt
Am 23. Februar wäre Erich Kästner hundert Jahre alt geworden. In seinen Kinderbüchern schrieb er sich eine Traumwelt zurecht, wie er sie sich für die Wirklichkeit wünschte. Doch Kästner war nicht nur der Autor rührender Jugendgeschichten wie „Das doppelte Lottchen“ oder „Emil und die Detektive“. Er war auch ein engagierter Journalist, schrieb radikale Gedichte, mitreißende Chansons, Drehbücher und politische Theaterstücke. Sein ganzes Leben war ein unermüdlicher Kampf für die Kinder und gegen die Ugerechtigkeiten der Welt, gegen Nationalismus und Militarismus – aber auch gegen die eigene Verzagtheit und Melancholie ■ Von Volker Weidermann
■ Yașar Kemal, der neue Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, und sein Laudator Günter Grass nutzen den Festakt in der Frankfurter Paulskirche zur Abrechung mit den Herrschenden in Bonn und Ankara