piwik no script img

■ Armeechef ernennt SpezialeinheitErneut Tote bei Unruhen auf den Molukken

Ambon (rtr/dpa/AP) – Auf der indonesischen Insel Ambon haben Polizisten gestern nach Augenzeugenberichten neun Muslime erschossen, als sie nach einem Gebet die Moschee verließen. Den Augenzeugen zufolge hätten die christlichen Polizisten ohne Warnung geschossen. In Christenkreisen hieß es dagegen, die Polizisten hätten während erneuter Unruhen Warnschüsse in die Luft gefeuert. Nach Meldungen der staatlichen Nachrichtenagentur Antara wurden mindestens sieben Menschen bei neuen Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen in Ambon verletzt. In Ahuru bei Ambon wurden 15 Häuser niedergebrannt. Militärchef Wiranto ernannte unterdessen eine 5.000köpfige Spezialeinheit zur Bekämpfung von Unruhen. Erst am Sonntag abend hatten Führer der christlichen und muslimischen Gruppen in dem Unruhegebiet auf den Molukken eine Friedensvereinbarung unterzeichnet. Seit Ausbruch der Unruhen Mitte Januar kamen mehr als 150 Menschen ums Leben.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen