Nationalsozialismus in Berlin Eine Mauer aus erhobenen Armen Bei der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 erprobten SS und SA offen den nationalsozialistischen Terror. Wichtig wäre Gegenwehr gewesen – doch die Zivilgesellschaft versagte. Von Susanne Messmer 29.1.2026
Vom Schlager zum KZ-Lied „Dein ist mein ganzes Herz“ Fritz Löhner-Beda war als Textdichter in den 1920ern ein Star der heiteren Muse. Bevor er umgebracht wurde, schrieb er noch an zwei KZ-Liedern mit. Von Gunnar Leue 27.1.2026
Zum Tod von Charlotte Matthiesen Schwarzer Humor für die Frauenbewegung Die Schauspielerin Charlotte Matthiesen kam aus der Westberliner Frauenbewegung und Alternativszene der 70er und 80er Jahre. Ein Nachruf. Von Emanuel Kapfinger 16.12.2025
Sofi Oksanen über Kindesentführungen Vor den Augen der Welt Unzählige Satellitenaufnahmen zeigen, wie das russische Regime ukrainische Kinder entführen lässt. Warum sind wir nicht in der Lage, Verbrechen klar zu benennen? Von Sofi Oksanen 9.12.2025
Neuköllner Mythos Uh, du bist so Sonnenallee Sie ist eine Straße der Projektionen, sie ist immer das, von dem du denkst, dass sie es nicht ist: die Sonnenallee. Eine Betrachtung in Wort und Bild. Von Jörg Sundermeier und Mathilde Tijen Hansen 23.11.2025
Berliner Bürgermeisterkandidat Krach „Den roten Schal kenne ich, seitdem ich zehn bin“ Steffen Krach will 2026 Regierender Bürgermeister werden – Walter Momper gelang das im Jahr 1989. Ein Gespräch zwischen zwei SPD-Generationen. Interview von Stefan Alberti, Uwe Rada und Rainer Rutz 5.11.2025
Ein Kohlehändler über Beharrlichkeit „Ich bleibe bis zum Schluss“ Wer in Berlin Kohle braucht, ruft bei Dirk Kögler an. Der Kreuzberger hat sie im Angebot. Er ist einer der letzten Kohlehändler in der Stadt. Interview von Karlotta Ehrenberg 21.10.2025
Ehemaliges RAF-Mitglied Astrid Proll und die taz Auf der Titelseite der allerersten Ausgabe ging es um Astrid Proll. Was macht sie heute, und wie schaut sie auf die taz? Von Kersten Augustin 16.10.2025
Berlin im frühen 20. Jahrhundert Wie die Arbeiterschaft sich ins Parlament kämpfte Kolumne Der Anstoß von Stefan Hunglinger Wer kein eigenes Haus besaß, hatte Anfang des 20. Jahrhunderts nur ein eingeschränktes passives Wahlrecht. Ein Verleger umging das Gesetz mit einem Trick. 11.10.2025
Verlag publiziert Mopsa Sternheim-Roman Widerstandskämpferin, Lebensretterin, Autorin „Tochter von“, „Geliebte von“– oft fand Widerstandskämpferin Mopsa Sternheim (1905-1954) eher als Attribut Anderer Beachtung. Nun endlich als Autorin. Von Lotta Drügemöller 11.10.2025
Tag der deutschen Einheit „Berlin ist heute dreigeteilt“ 35 Jahre nach der Vereinigung ist Berlin das erfolgreichste „ostdeutsche“ Bundesland, sagt Ökonom Martin Gornig. Doch andere Hauptstädte sind viel weiter vorn. Interview von Moritz Tübbecke 3.10.2025
Dekolonialismus Zurückgeschaut mit Widerstand „Wege des Erinnerns“ heißt eine Ausstellung im Afrikanischen Viertel in Wedding über die Straßenumbenennungen. Dekoloniale Bewegung kämpft gegen das Vergessen. Von Ulrike Wagener 30.9.2025
Fotos von weltpolitischer Größe Ein ganzes Jahrhundert auf Film 1979 reiste der jüdische Fotograf Alfred Eisenstaedt nach Berlin – und hielt fest, was von der alten Heimat blieb. Eine Würdigung zum 30. Todestag. Von Bettina Müller 22.8.2025
Mahnmal gegen sexualisierte Gewalt Das Politische bitte nur im Privaten Im Streit um die Friedensstatue in Moabit lehnt der Korea-Verband einen Umzug weiter ab. Der Bezirk würde das Mahnmal gern auf Privatgelände stellen. Von Uta Schleiermacher 18.8.2025
Erinnerungskultur in Berlin Von Ossietzky bis Heß Um kein Pilgerort zu sein, wurde das Kriegsverbrechergefängnis in Berlin abgerissen. „Spandau Prison“ erinnert an den Ort, wo einst auch NS-Gegner saßen. Von Johanna Weinz 17.8.2025
„Berliner Moderne“ Erlaubte Sentimentalitäten Der Siedlungsbau der 1920er Jahre ist wohnungspolitisch ein Vorbild für die heutige Wohnungsnot. Das zeigt auch ein Blick auf die Hufeisensiedlung. Von Nikolaus Bernau 13.8.2025
taz-Sommerserie „Berlin geht baden“ (3) Sommer, Sonne, Rost und Risse Das Strandbad Wannsee ist an heißen Tagen ein verlässlicher Liebling der Massen. Dass die Anlage in die Jahre gekommen ist, wird in Kauf genommen. Von Klarissa Krause 12.8.2025
Buch über Architektin Das Marlene-Poelzig-Haus fehlt Das Buch „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ erzählt von der Architektin und reflektiert Lücken der Architekturgeschichte. Von Yi Ling Pan 30.7.2025
Eine in Vergessenheit geratene Heldin Schuhe für Riefenstahl, Hilfe für Stauffenberg Katharina Winter versorgte die NS-Elite mit vornehmem Schuhwerk. Und die Verschwörer des 20. Juli 1944 mit logistischer und finanzieller Hilfe. Von Nicolas Basse 18.7.2025
Ausstellung über Berliner Hinterhöfe Kommste rein, kannste rausgucken Eine Ausstellung erzählt Berliner Stadtgeschichte durch Hinterhöfe. Migration und Zuwanderung spielen eine zentrale Rolle. Von Lilly Schröder 17.7.2025