Jana Hensel über ihr neues Buch „Müsste der Osten nicht anders regiert werden?“ Die Journalistin Jana Hensel schreibt zum Aufstieg der AfD in Ostdeutschland. Warum es Ost und West nach den Wahlen auseinanderreißen wird. Interview von Jens Uthoff und Anne Fromm 16.2.2026
Identitätspolitik Rechtsruck der Bedeutung von Begriffen Essay von Markus Rieger-Ladich Die emanzipatorische Identitätspolitik kämpft gegen Diskriminierung, die reaktionäre meint das Gegenteil. Das politische Vokabular wird zum Raubgut. 1.2.2026
Grünen-Politikerin über die Brandmauer „Politik wird zu sehr von der Stadt her gedacht“ Wie umgehen mit AfD-Wählern im Osten? Die Schriftstellerin Juli Zeh hat im taz-Interview Antworten gegeben, die Katrin Göring-Eckardt ärgerten. Interview von Antje Lang-Lendorff und Peter Unfried 30.1.2026
NS-Forscher über Gedenkkultur „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“ Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und Mitläufertum. Interview von Jan Feddersen 27.1.2026
Deutschland und die USA Der lange Abschied von Amerika Essay von Stefan Reinecke Die USA waren nach 1945 das Über-Ich der Bundesrepublik. Deshalb wirkt die politische Klasse hierzulande angesichts von Trump auch so überfordert. 25.1.2026
Wiederherstellende Moderne Wie verhindern wir eine progressive Mehrheit? Kolumne Die eine Frage von Peter Unfried Nicht die AfD ist das Problem, das gelöst werden muss, sondern die Bedürfnisse der Zeit sind es. Es braucht ordentliche konservative Politik. 25.1.2026
Gesine Schwan über politische Kultur „Ich hätte einen Unterschied gemacht“ Gesine Schwan kandidierte zweimal als Bundespräsidentin, auch heute engagiert sie sich öffentlich. Ein Gespräch über die Krise der Demokratie, eine späte Liebe und den Tod. Interview von Antje Lang-Lendorff und Matthias Kalle 25.12.2025
Rückkehr nach Damaskus „Ich habe wieder gefühlt, dass ich wirklich lebe“ Aghyad Alnwelati und Ahmad Awad sind nach Syrien zurückgekehrt. Der eine hat seine Erinnerungen an Deutschland sorgsam weggepackt, der andere pendelt nun zwischen zwei Leben. Von Julia Neumann 19.12.2025
Deutsches Beamtentum Ohne ginge es besser Essay von Gunnar Hinck Unfaire Privilegien verschärfen die soziale Spaltung. Höhergestellte Staatsdiener müssten abgeben. Profitieren würden die unteren Einkommensgruppen. 12.12.2025
Trümmer und Träume in Syrien In der Heimat ohne Wurzeln Kolumne Trümmer und Träume von Hanin Al-Sayed Unsere Autorin ist Tochter von Olivenbauern in der Region Idlib. Nach der Befreiung ihrer Stadt kehrt sie zurück – und findet nur einen Haufen Steine. 21.8.2025
Armutsforscher zum Reichtumsbericht „Wer mehr erfahren will, greift besser zum ‚Manager Magazin‘“ Der am Mittwoch von der Regierung beschlossene Armuts- und Reichtumsbericht verschleiert die wahren Probleme, kritisiert Armutsforscher Christoph Butterwegge. Interview von Stefan Reinecke 3.12.2025
Osteuropa zwischen EU und Russland Kann die Diaspora die Demokratie retten? Je ein Viertel der Moldauer und Rumänen arbeitet im Ausland, viele davon in Deutschland. Das wirkt sich auf die Wahlen in ihren Heimatländern aus. Von Natalia Sergheev 29.11.2025
Bündnis 90 – Die Grünen Generation Habeck?! Essay von Peter Unfried Linker werden oder mittiger werden oder gar die Grünen neu gründen? Gegenvorschlag: Das besser machen, was Robert Habeck begründet hat. 30.11.2025
Editorial von Franziska Schindler und Frederik Eikmanns Wenn das Dazugehören nicht gewollt ist Von Franziska Schindler und Frederik Eikmanns Ausgabe vom 27.11.2025, Seite 1, seite 1 Download (PDF)
Ankommen in Deutschland Einsame Klasse Essay von Alina Schwermer Das Ankommen in der Gesellschaft hängt von Bildung und Profitabilität ab, beobachtete unsere Autorin. Ein Essay über Integration und sozialen Status. 26.11.2025
Syrischer Journalist über Ausgrenzung Wie Worte Zugehörigkeit zerstören Kommentar von Osamah Ali Hamad Deutschland ist für viele syrische Menschen ihr zu Hause. Merz' Stadtbildaussage und Forderungen nach schneller Rückkehr zerstören dieses hart erkämpfte Gefühl. 27.11.2025
„Ich will in dieser Stadt ein Fenster haben“ In Deutschland stehen Juden und Nichtjuden historisch in einem Zustand dauerhafter Nichtverbindung, beobachtet die Psychologin Marina Chernivsky. Der 7. Oktober hat Vergangenheiten aufbrechen lassen und die zeitlichen wie die generationalen Grenzen durchlässiger gemacht, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Bruchzeiten“. Mit der taz spricht sie über diese Brüche, die Schatten der Vergangenheit und was sie sich frei fühlen lässt. Von Amelie Sittenauer Ausgabe vom 13.11.2025, Seite 18, kultur Download (PDF)
Die verunsicherte Gesellschaft Ich, ein Patriot? Kommentar von Dennis Chiponda Deutsche Identität ist ein ewiges Problem. Ein Ossi of Colour macht demokratiefeste Vorschläge, wie wir wieder einiger werden. Ziehen die Linken mit? 8.11.2025
Neue Mitte-Studie beweist: Wir sind mehr 76 Prozent lehnen Rechtsextremismus ab – mehr als vor zwei Jahren. Diese Haltung ist in Deutschland stabiler als oft befürchtet. Und die Zahl der extrem Rechten geht zurück. Warum natürlich trotzdem nicht alles gut ist3, 12 Ausgabe vom 7.11.2025, Seite 1, titel Download (PDF)
Mitte-Studie der Ebert-Stiftung 76 Prozent gegen Rechtsextremismus Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland haben abgenommen. Aber rund 20 Prozent stimmen nationalchauvinistischen Aussagen zu. Von Gareth Joswig und Stefan Reinecke 6.11.2025