Michel Foucault in der Kunst Wo Macht ist, ist auch Widerstand Heterotopien, Gouvernementalität: Die Thesen Foucaults werden im Kunstfeld widersprüchlich diskutiert. Teil 3 unserer Reihe zum 100. Geburtstag. Von Jens Kastner 15.4.2026
Neuropolitik und Demokratie „Das Moral Shaming prallt ab“ Liya Yu erforscht die politische Dimension unseres Gehirns. Im Gespräch erklärt sie, warum Wissen über unsere kognitiven Veranlagungen entscheidend für eine funktionierende Demokratie ist. Von Moritz Martin 20.4.2026
Über Faschismus reden Jenseits der frenetischen Verteidigung von Phantombesitz Kolumne Ernsthaft? von Ulrike Winkelmann Faschismus oder Autoritarismus? Philosophin Eva von Redecker zu lesen hilft, wenn es um das Schärfen von Begriffen und Gedanken geht. 29.3.2026
Eva von Redecker über Jürgen Habermas Der Schulleiter ist nicht tot Jürgen Habermas bestand darauf, dass fortschrittliche Kräfte der Gesellschaft in der realen Geschichte auffindbar sein müssen. Was bleibt von seinem Werk? Von Eva von Redecker 21.3.2026
Umstrittene Philosophin Wer hat Angst vor Judith Butler? Die „Zeitschrift für Ideengeschichte“ widmet ihre aktuelle Ausgabe der kontroversen Theoretiker*in. Im Roten Salon der Volksbühne wurde diskutiert. Von Hilka Dirks 19.3.2026
Teil 2 der Reihe zum 100. Geburtstag Foucault und die Linke Er interessierte sich für die Ausgegrenzten, nicht nur für die Arbeiter. Was folgte daraus fürs Verhältnis zur klassischen linken Gesellschaftskritik? Von Philipp Sarasin 22.3.2026
Habermas ist Geschichte Die Erinnerung an die deutsche Geschichte bezeichnete Jürgen Habermas im „Historikerstreit“ als ethische Pflicht. Nun ist der Philosoph gestorben. Was bleibt von ihm?4–5 Ausgabe vom 16.3.2026, Seite 1, seite 1 Download (PDF)
Was von Jürgen Habermas bleibt Krise als Normalzustand Kommentar von Dirk Knipphals Jürgen Habermas glaubte an die Vernunft. Die Moderne sah er als krisenhaft an – ein unfertiges Projekt. Und die Neuen Medien als revolutionär. 15.3.2026
Zum Tod von Jürgen Habermas „Das weiß doch jeder, was links ist“ Erstmals begegnete die taz Jürgen Habermas in den 1980er-Jahren. Seitdem schwankte ihr Urteil über den Philosophen zwischen Anerkennung und Skepsis. Von Dirk Knipphals 15.3.2026
Nachruf auf Jürgen Habermas Der große intellektuelle Stichwortgeber Strukturwandel der Öffentlichkeit, Historikerstreit: Jürgen Habermas mischte sich immer wieder kritisch ein. Nun ist der Philosoph gestorben. Von Jörg Später 14.3.2026
Rapperin an Berliner Universität Gratulation, Frau Professorin Bitch Ray Bekannt wurde Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray mit ihrer provokanten Kunst. Zu Porno, Rap und Emanzipation gesellen sich nun Professur und Habilitation. Von Konstantin Nowotny 6.3.2026
Dietrich Mühlberg über Umbrüche „Die Neuen brauchten uns“ Dietrich Mühlberg hat Philosophie studiert und wurde in der DDR zum Mitbegründer der Kulturwissenschaften. Ein Gespräch zu seinem 90. Geburtstag. Interview von Andreas Hergeth 28.2.2026
Resilienz gegen Bestechung Wo es anfängt mit der Moral Eine neue Studie untersucht, ab wann Kinder ein Gefühl für moralische Entscheidungen bekommen. Kulturelle Unterschiede gibt es dabei kaum. Von Tim Feldmann 23.2.2026
Michel Foucault Ein Mann der Metro und der Menge Michel Foucault wollte nicht für andere sprechen, sondern sie selbst zum Sprechen bringen. Sein Intellektuellenprogramm vereinte Theorie und Aktivismus. Von Cord Riechelmann 14.2.2026
Politische Theorie Rückkehr der Ordnung in Großräumen Carl Schmitt rüttelte an liberalen Überzeugungen. Begrüßen kann man die Aktualität seines Denkens keineswegs. Doch es hilft, die neue Weltordnung zu beschreiben. Von Karl-Heinz Ott 8.2.2026
Nachdenken über Bullshit „Es geht um die Kulturtechnik des Differenzierens“ Die Philologin Gyburg Uhlmann schlägt vor, Rhetorik-Theorie der Antike zu nutzen, um Bullshit, Fake News und KI-Fälschungen zu begegnen. Interview von Wilfried Hippen 2.12.2025
Hannah-Arendt-Preis für Seyla Benhabib Brücken bauen ohne Geländer Seyla Benhabib führt Arendts „Denken ohne Geländer“ weiter: kritisch, feministisch, dialogisch. Dafür bekommt sie den Hannah-Arendt-Preis – ohne Eklat. Von Robert Matthies 18.11.2025
Susan Neiman über Moral und Bosheit „Ich lebe gerne in Neukölln“ Die Moralphilosophin Susan Neiman kritisiert Trump, „Wokeness“ und den deutschen Umgang mit Antisemitismus. Jetzt schreibt sie ein Buch über das Böse. Interview von Lea De Gregorio 11.11.2025