die gute nachricht: Brasilien schützt wieder mehr indigene Gebiete
Es mag paradox klingen, doch es stimmt: Die Jahre unter dem ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der als Rechtsextremer auch die Indigenen Brasiliens attackierte, haben die indigene Bewegung des Landes gestärkt. Das Camp „Freies Land“ unter dem Motto „Brasilien zurückerobern“ war 2022 die größte indigene Versammlung der Welt. Dass Lula im letzten Jahr die Wahl gegen Bolsonaro gewann, bedeutet auch für die Indigenen einen Paradigmenwechsel. Dazu gehört, dass Lula sechs neue indigene Gebiete ausgewiesen hat. Die Dekrete garantieren, dass die natürlichen Ressourcen auf diesen Gebieten ausschließlich von Indigenen genutzt werden dürfen. In Brasilien gibt es mehr als 305 indigene Völker. Lange betrachtete der Staat sie als eine vorübergehende, aussterbende soziale Kategorie. Erst 1988 wurde ihr Recht auf organisatorische und kulturelle Unterschiede und vor allem auf ihr angestammtes Land in der Verfassung garantiert. Die Nationale Behörde für indigene Völker zählt derzeit 733 geschützte Gebiete, 13,8 Prozent des Staatsgebiets. Nach Lulas letztem Dekret warten noch 237 Gebiete, in denen Indigene leben, darauf, geschützt zu werden. Fernanda Thome
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