Das Medienhaus an der Rudi-Dutschke-Straße | Norddeutsch. Tauchfreudig. Lehrreich.

Boulevard der Besten
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Foto: privat

Gareth Joswig

Dieser charmante, sehr norddeutsch wirkende Kollege ist nur einer Religion zugehörig, und das ist die des Fußballs. Momentan wirkt er als Volontär der taz im EM-Team dieser Zeitung, schreibt kluge, profunde und ungewöhnliche Analyse, tippt aber, was den EM-Titel anbetrifft, auf nur ein Team: Werder Bremen.

Und das ist, recht eigentlich, seine zweite religiöse Zugehörigkeit, zugegeben eine sehr minderheitliche in dieser Republik: die zum Bremischen. Er findet diese Weserstadt gut, will dort mit seiner Familie auch hinziehen und leben.

Geboren wurde er 1985, aufgewachsen ist er im lauschigen, ja auch abseitigen Plön in Schleswig-Holstein. Empfindet sich als sehr ostseeverbunden, wobei er als größten Makel seiner Lebenspläne einräumt, dass Bremen leider nicht an dieser See liegt. Als Berufswunsch hegte er einst – und ein bisschen noch – den Traum vom Paläontologen. Sein Lieblingsdinosaurier: der Triceratops. In Berlin ist er seit zehn Jahren, studierte in Potsdam Soziologie und Geschichte (Schwerpunkt: Rechtsterrorismus), arbeitete mit Freude im gastronomischen Bereich und fand, nach einem Langzeitpraktikum bei der Fachillustrierten 11 Freunde, zur taz. In Bremen begann er seine Ausbildung bei der taz – und kehrt bald dorthin in die Lokalredaktion der taz zurück: hauptstadtgestählt sozusagen.

Im Feuer eines vor Gericht verhandelten Pressetexts war er jüngst: Gareth Joswig verfasste einen Artikel für taz.de über den AfD-Funktionär Björn Höcke – dieser wurde vom Beschriebenen belangt, weil ein bestimmtes Bild von Höcke zu sehen war. In vier von fünf der monierten Punkte erhielt die taz recht – gute Arbeit, Kollege!

Dieser charmante, sehr norddeutsch wirkende Kollege ist nur einer Religion zugehörig: Fußball

Er sagt: „Ich freue mich auf meine Zeit in Bremen, wo ich zusammen mit den lieben Menschen der taz.Bremen-Redaktion die Lokaljournalismus-Basics lernen will. Es war eine schöne Zeit in der taz.berlin. Und besonders prima im EM-Team – obwohl da nur sehr wenig von Bremen die Rede war.“ 2018 ist das nächste taz-Fußballprojekt: Wir brauchen ihn wieder, wir leihen ihn nur an die Weser aus! Jan Feddersen

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