Lloyd Dynamo wird verkauft

■ AEG-Tocher geht an britisch-deutsche Investoren

Im Zuge der Auflösung der AEG werden auch die Lloyd Dynamowerke GmbH (LDW) den Besitzer wechseln. Die defizitäre Motorenfabrik geht zusammen mit acht anderen AEG-Töchtern aus dem Geschäftsbereich „elektrische Maschinen“ an die deutsch-englische CWB Capital Partners. Damit sei der Standort Bremen für die LDW gesichert, sagte Geschäftsführer Udo Dzietko.

Wegen der schlechten Auftragslage könnten aber wohl nicht alle der 600 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Kosten liegen nach Angaben aus der Frankfurter AEG-Zentrale um 25 Prozent über den Marktpreisen für die Lloyd-Maschinen. CWB gehört der Westdeutschen Landesbank und einer britischen Bank und gilt als erfahrener Sanierer von angeschlagenen Firmen, die später an die Börse gebracht werden. Der Preis für die AEG-Töchter wurde nicht genannt.

LDW (90 Millionen Mark Jahresumsatz) solle künftig flexibel wie ein mittelständisches Unternehmen geführt werden, hieß es in Frankfurt. CWB wolle seine neuen Firmen unter einer neuen GmbH zusammenfassen, um etwa im Einkauf Größenvorteile zu nutzen. Dennoch sollten die bisher an die AEG abgeführten Umlagen künftig entfallen. Das industrielle Konzept der neuen Eigentümer ist allerdings noch nicht bekannt. jof