■ Arbeitslosigkeit setzt Obuchi unter Druck: Japans Regierungschef zeigt Entschlossenheit
Tokio (AFP) – Unter dem Druck von Rekordarbeitslosigkeit und Finanzkrise hat der neue japanische Ministerpräsident Keizo Obuchi gestern ein entschlossenes Vorgehen zur Rettung der Wirtschaft zugesichert. Das oberste Ziel des neuen Kabinetts sei es, die in der Rezession steckende Wirtschaft zu retten, sagte Obuchi zu seinem Amtsantritt. „Ich werde die Probleme beherzt und schnell angehen.“
Der neue Regierungschef sagte eine Erholung der Wirtschaft innerhalb von ein bis zwei Jahren voraus. Bislang wurde damit bereits im Herbst gerechnet. Zur Ankurbelung des Konsums versprach er umfangreiche Steuersenkungen. Obuchis Auftritt fiel mit der Bekanntgabe einer neuen Rekordarbeitslosigkeit von 2,84 Millionen Menschen zusammen. Der Yen befindet sich weiter auf Talfahrt.
Obuchi reagierte auf die Vorbehalte gegenüber seiner wirtschaftlichen Kompetenz mit der Ankündigung, er werde einen Wirtschaftsberaterausschuß einrichten. Kommentar Seite 9
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 360 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen