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■ Antrittsreise im Freistaat SachsenRoman Herzog in Freiburg, nein Freiberg!

Berlin (dpa/taz) – Pech für Bundespräsident Roman Herzog. In Sachsen kennt ihn keiner. Die erste Station seiner offiziellen Antrittsreise führte ihn gestern in die alte Silberstadt Freiberg. Auf dem Marktplatz begrüßten ihn einige Sicherheitsleute, ein paar Journalisten und genau fünf Freiberger. „Welcher isses denn?“ fragte eine ältere Frau, „den Weizsäcker hätte ich ja erkannt.“ Der Bundespräsident nahm's mit Humor, revanchierte sich aber auf seine Weise. Bei einem Empfang im Rathaus verwechselte er in seiner Begrüßungsrede dreimal hintereinander Freiberg mit Freiburg. „Ich weiß das, ich habe das alles gelernt“, verbesserte sich Herzog schließlich. Die Freiberger quittierten den Lapsus mit Nachhilfeunterricht. 12.000 Arbeitsplätze seien seit der Einheit verlorengegangen, berichtete ihm der Bürgermeister, und das in einer Stadt mit nur 47.000 Einwohnern. Nicht aufgeben, empfahl der Bundespräsident.

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