■ Anschlag: „Nicht draufgehen“
Berlin (dpa) – Die ersten Angeklagten im Prozeß wegen ausländerfeindlicher Aktionen in Berlin haben gestern vor dem Berliner Landgericht ein Geständnis abgelegt. Sie hätten „Ausländer erschrecken“ wollen, erklärte der mit 18 Jahren Jüngste zu dem Anschlag auf ein von Vietnamesen bewohntes Heim in Berlin-Hohenschönhausen. Menschenleben sollten nicht „draufgehen“. Vor einer Jugendkammer müssen sich eine Frau und sechs junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren wegen schwerer Brandstiftung verantworten. Sie hatten zwei nächtliche Anschläge auf das Wohnheim der Vietnamesen im August und September 1992 verübt sowie einen Brandsatz aus Wut über einen türkischen Kioskbesitzer in dessen Imbißstand geschleudert.
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