Anschlag in Frankreich verhindert: Sieben Terrorverdächtige in Haft
Nach Angaben des französischen Innenministeriums wurden mehrere Terrorverdächtige festgenommen. Sie sollen Anschläge in der Pariser Region geplant haben.
rtr | Die französische Polizei hat nach Behördenangaben einen Anschlag verhindert und sieben Verdächtige festgenommen. Die Personen im Alter zwischen 29 und 37 Jahren seien in Marseille und Straßburg gefasst worden, teilte Innenminister Bernard Cazeneuve am Montag mit.
In der elsässischen Großstadt eröffnet am Freitag der weltbekannte Weihnachtsmarkt, der seit 1570 veranstaltet wird und den jährlich etwa zwei Millionen Menschen besuchen. Bürgermeister Roland Ries erklärte allerdings, der Markt sei nicht Ziel gewesen. Offensichtlich sei es bei den Anschlagsplanungen um die Region Paris gegangen.
Cazeneuve zufolge stammen die Festgenommen aus Frankreich, Marokko und Afghanistan. Die Bedrohung durch den Terrorismus sei sehr groß, sagte der Minister. „Trotz unserer Maßnahmen kann man das Risiko nicht auf null senken.“ Frankreich wird seit dem vergangenen Jahr von einer Anschlagsserie erschüttert, der mehr als 200 Menschen zum Opfer gefallen sind. So töteten radikale Islamisten vor gut einem Jahr allein in Paris 130 Menschen.
Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hat ihre Anhänger immer wieder zu Anschlägen in Frankreich aufgerufen. Die Gruppe steht im Irak und in Syrien unter Druck, weil Offensiven gegen ihre Hochburgen Mossul und Rakka begonnen haben. Experten zufolge steigt deswegen die Anschlagsgefahr im Westen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert